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Einsatzbereich & Inhalte

Der Tod ist ein unausweichlicher Bestandteil unseres Lebens. Eine Bestattungsfachkraft trägt die verantwortungsvolle Aufgabe, bei einem Todesfall die Hinterbliebenen zu unterstützen und zu entlasten. Für die Hinterbliebenen ist es oft eine schwierige und schmerzvolle Situation, daher sind an dieser Stelle kompetente Fachkräfte notwendig.

Die Aufgaben als Bestattungsfachkraft sind vielseitig. Eine wichtige Aufgabe ist die Überführung der Verstorbenen in das Bestattungsinstitut, wo eine hygienische und kosmetische Versorgung erfolgt. Bestattungsfachkräfte organisieren zudem alles, was mit dem Tod eines Menschen anfällt. Dazu gehören zum Beispiel die Abmeldung des Verstorbenen beim Standesamt, die Antragstellung beim Friedhof und noch viele weitere organisatorische Angelegenheiten. Sie beraten Angehörige bezüglich des Friedhofs, der Bestattungsweise und zur Durchführung von Trauerfeiern. Zu den kreativen Aufgaben des Berufs gehören das Anrichten der Särge bzw. Urnen und das Gestalten der Traueranzeige. Bestattungsfachkräfte legen zudem die Gräber an. Trauerberatung und Begleitung für die Hinterbliebenen ist ein wichtiges Aufgabengebiet. Aber auch kaufmännische Aufgaben gehören dazu, wie bspw. Buchführung oder Kostenkalkulation.

Beschäftigt sind Bestattungsfachkräfte bei Bestattungsinstituten, Friedhöfen, Krematorien und Friedhofsverwaltungen. Sie arbeiten im Büro, aber auch im Freien und in Werkstätten und Aufbahrungshallen. 

 

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Ein wichtiger Grund warum, dieser Ausbildungsberuf für Studienabbrecher*innen geeignet ist, ist die größere Lebenserfahrung. Menschliche Reife ist für diesen anspruchsvollen Beruf sehr wichtig. Vorkenntnisse in Theologie bzw. Religionswissenschaften, Psychologie und Betriebswirtschaft können ebenfalls von Vorteil sein.

 

Voraussetzungen

Folgende Voraussetzungen sind für den Beruf der Bestattungsfachkraft sehr wichtig:

  • Einfühlungsvermögen für die Hinterbliebenen
  • Psychische Stabilität und Abgrenzungsvermögen
  • Sorgfalt und Umsicht
  • Kreativität
  • Kommunikative Fähigkeiten
  • Kunden- und Serviceorientierung
  • Organisatorische Fähigkeiten und handwerkliches Geschick

 

Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: Die Vergütung unterscheidet sich vor allem, ob man im privaten Bestattungsgewerbe ausgebildet wird oder im Öffentlichen Dienst: 1. Lehrjahr: 500 € im Bestattungsgewerbe, 1.018 € im öffentlichen Dienst; 2. Lehrjahr: 600 € im Bestattungsgewerbe, 1.068 € im öffentlichen Dienst; 3. Lehrjahr: 700 € im Bestattungsgewerbe, 1.114 € im öffentlichen Dienst [Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/15577.pdf]
  • Berufsschule: Die für Leipzig zuständige Berufsschule ist in Bad Kissingen, Bayern (Blockunterricht).
  • Kammerzugehörigkeit: Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer

 

Digitalisierungsfaktor 

2 von 5

 

Perspektiven

  • Arbeitszeiten: Die Arbeitszeiten können sich auch außerhalb der üblichen Büro-Arbeitszeiten in der Nacht und am Wochenenden befinden. Auch Rufbereitschaft ist möglich.
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es gibt freie Stellen. Häufig werden die Auszubildenden von dem Ausbildungsunternehmen übernommen.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Etwa 2.000 Euro, abhängig von der Region und davon, ob es einen Tarifvertrag gibt.
  • Entwicklungspotential: Weiterbildung zum*r Bestattungsmeister*in oder Bestattungsfachwirt*in, Studium im Dienstleistungsmanagement, Selbstständigkeit

 

Ein typischer Arbeitstag…

…8:00 Uhr: Ankommen im Büro. Wir starten mit einem gemeinsamen Kaffee und besprechen, was heute an Aufgaben und Kurierfahrten anliegt.

...8:30 Uhr: Ich arbeite heute mit meinem Ausbilder im Büro und lerne, wie anfallende Bürotätigkeiten wie Abmeldungen durchzuführen und Anträge bei Friedhöfen zu stellen sind. Anschließend organisieren wir eine Trauerfeier. Die Arbeit findet hauptsächlich am Computer und am Telefon statt.

…10:45 Uhr: Anschließend organisieren wir Fahrgemeinschaften. Es steht eine Beisetzung auf einem nahegelegenen Friedhof an.

…11:00 Uhr: Ich unterstütze meine Kolleg*innen bei der Vorbereitung und Durchführung der Beisetzung. Dazu gehört das Anrichten der Urne, Verteilung der Liedblätter, Anzünden von Kerzen und Aufstellen der Blumen. Nach der Durchführung räumen wir wieder auf. Es ist meine erste Beisetzung und mich beschäftigen die Eindrücke.

…13:00 Uhr: Nun ist erst einmal Mittagspause mit den Kolleg*innen. Dabei sprechen wir über die Beisetzung. Ich empfinde den kollegialen Austausch als sehr wichtig.

…13:30 Uhr: In der Zwischenzeit wurden zwei weitere Todesfälle gemeldet. Kollegen haben die Verstorbenen bereits abgeholt. Nun beginnt die hygienische Versorgung und das Ankleiden. Auf Wunsch der Angehörigen werden die Verstorbenen geschminkt. Bei einer Unfalltoten werden Wunden überschattet.

…15:00 Uhr: Zum Abschluss des Arbeitstages dekorieren wir noch den Raum für die morgige Trauerfeier. Auf Wunsch der Hinterbliebenen werden Pelikane gefaltet.

… ab 16:30 Uhr Feierabend

 

Quellen und weitere Informationen

  • https://www.leipzig.ihk.de/unternehmen/geschaeftsfelder/ausbildung-und-weiterbildung/erstausbildung-umschulung/berufe-von-a-bis-z/bestattungsfachkraft/
  • https://www.ausbildung.de/berufe/bestattungsfachkraft/
  • https://www.aubi-plus.de/berufe/bestattungsfachkraft-774/
  • https://www.azubi.de/beruf/ausbildung-bestattungsfachkraft
  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/15577.pdf
  • https://bestatterweblog.de/was-verdient-bestatter-was-verdient-eine-bestattungsfachkraft/


Logoleiste FR plus A4 CMYK

Einsatzbereich & Inhalte

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen organisieren den Versand, den Umschlag, die Lagerung und die Lieferung von Gütern und sich auch für den Verkauf solcher Dienstleistungen zuständig. Sie überwachen dabei die gesamte Logistikkette bis hin zum Endkunden. Zu ihren Aufgaben gehört es, Logistikkonzepte und Transportlösungen zu entwickeln. Sie sind dabei Spezialist*innen für Themen wie Zeitplanung, Wahl der Transportart und Möglichkeiten der Zwischenlagerung. Neben den kaufmännischen Aufgaben wie z.B. Preiskalkulationen, Erstellung und Überprüfung von Angeboten, Zahlungsvorgängen und Kundenkontakt sind auch rechtliche Rahmenbedingungen und Umweltschutzaspekte zu betrachten. Insbesondere Vorgaben des Zolls, Beförderungsrichtlinien und Vorgaben von Versicherungen sind wichtig. Ein weiterer relevanter Punkt ist der Umgang mit Schadensfällen und Reklamationen. Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen arbeiten in Unternehmen der Logistikbranche in den Bereichen Spedition, Frachtumschlag oder Lagerei. Dort sind sie typischerweise im Büro zu finden, aber auch Tätigkeiten im Lager können zum Berufsalltag gehören.

 

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen üben typisch kaufmännische und verwaltende Tätigkeiten aus, so dass dieser Beruf z.B. für Abbrecher*innen der Wirtschaftswissenschaften besonders interessant sein kann. Auch ehemalige Studierende der Rechtswissenschaften können ihr Vorwissen nutzen, da  gerade im internationalen Bereich rechtliche Vorschriften sehr komplex ausfallen können. Studienabbrecher*innen aus dem Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften können Fähigkeiten zum selbständigen Arbeiten erfolgreich einsetzen. Besonders geeignet ist dieser Beruf für Menschen mit einer Affinität zu Fremdsprachen, die Spaß am Umgang mit anderen Menschen haben. Da Studienabbrecher*innen durch ein höheres Lebensalter meist schon eine gewisse Lebenserfahrung mitbringen, haben sie Vorteile in der Organisation des abwechslungsreichen Berufsalltags.

 

Voraussetzungen

Formal ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass dieser Beruf aufgrund seiner spezifischen Anforderungen insbesondere für Oberschüler*innen/Realschüler*innen und Abiturienten geeignet ist. Zum Berufsbild gehört insbesondere der Umgang mit Computern, weshalb eine gewisse IT-Affinität notwendig ist. Neben dem Umgang mit spezieller Software, z.B. Programmen und Tools im Bereich der Abrechnung und Schadensregulierung, ist das Internet aus der Logistik nicht mehr wegzudenken. Zur Überwachung von Gütersendungen, zur Abstimmung mit den Geschäftspartnern und zur Gewinnung von Neukunden ist das Internet mittlerweile Standard. Auch Sprachkenntnisse sind von großer Bedeutung, zumindest sollten gute Englischkenntnisse vorliegen, um mit internationalen Kunden und Geschäftspartnern (schriftlich und mündlich) kommunizieren zu können. Besonders an zweisprachigen Auszubildende sind Ausbildungsunternehmen interessiert, ebenso sind osteuropäische Sprachen sehr gefragt.

Zusammengefasst sollten Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistungen über diese persönlichen Stärken verfügen:

  • Mathematisches Verständnis (z.B. für die Auftrags- und Rechnungserstellung oder Preiskalkulationen)
  • Affinität zu Fremdsprachen
  • IT-Affinität
  • Interesse an rechtlichen Zusammenhängen
  • hohes Maß an Stressresistenz
  • Sorgfalt
  • Organisationsvermögen
  • Strukturierte Arbeitsweise
  • Kontaktfreudigkeit und Kompetenz im Umgang mit Kunden
  • Freude an internationalen Kontakten

Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung in Industrie und Handel
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 480 – 935 Euro im ersten, 570 – 985 Euro im zweiten und 640 – 1.025 Euro im dritten Ausbildungsjahr [basierend auf den Angaben der Agentur für Arbeit 2018, die Angaben können je nach Bundesland variieren]
  • Berufsschule: Teilzeitunterricht, d. h. die Auszubildenden besuchen im 1. und 2. Ausbildungsjahr an 2 Arbeitstagen und im 3. Ausbildungsjahr nur noch an einem Arbeitstag die Berufsschule, BSZ 1 in Leipzig
  • Kammerzugehörigkeit: IHK zu Leipzig

 

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 

Perspektiven

Arbeitszeiten: Möglich sind sowohl klassische Arbeitszeiten (häufig auch Gleitzeitmodelle) als auch Schichtdienst. In manchen Unternehmen ist auch Wochenendarbeit möglich, welche durch Freizeitausgleich und/oder Zulagen vergütet wird.

  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: ab 1.700 Euro. Hier gibt es Unterschiede je nach Bundesland und Unternehmen. Tarifliche Vergütungen liegen in der Regel höher.
  • Arbeitsplatzsicherheit: Der Beruf bietet sichere Arbeitsplätze in einer krisensicheren Branche. Deutschland als Wirtschaftsstandort ist von einem funktionierenden In- und Export abhängig, Fachkräfte werden damit dauerhaft gesucht. Insbesondere vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird dem Bereich der Speditions- und Logistikdienstleistungen eine tragende Rolle zugesprochen. Die Weiterbildungsoptionen versprechen viele Aufstiegsmöglichkeiten.
  • Entwicklungspotential: Nach Abschluss der Ausbildung gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Fortbildung und um die Karriereleiter nach oben zu klettern. Zum Beispiel durch eine Weiterbildung zum*zur Fachwirt*in für Güterverkehr und Logistik oder zum*zur Betriebswirt*in für Verkehr. Es existieren zahlreiche Qualifizierungslehrgänge, z.B. in den Bereichen Einkauf, Lager- und Materialwirtschaft, Logistik und Versand oder Umgang mit Gefahrgut und Ladungssicherung. Manche schließen auch ein Studium an oder studierend berufsbegleitend, zum Beispiel in den Bereichen Logistik, Supply Chain Management, Verkehrsbetriebswirtschaft oder BWL. Damit sind Führungspositionen möglich.

Ein typischer Arbeitstag…

… 6:00 Uhr: Ankunft im Büro, PC hochfahren, Kaffee nehmen. Es gibt eine Teambesprechung, wo kurz die aktuellen Anliegen des Tages besprochen und die Themen der Nachtschicht übergeben werden.

…6:30 Uhr: Zwei Schadensmeldungen des Vortags sind zu bearbeiten. Diese müssen erfasst, geprüft, bewertet und bei der Versicherung geltend gemacht werden. Dafür ist auch die Rücksprache mit dem Kunden notwendig. Nebenbei werden Anrufe von Kunden und Partnern entgegengenommen.

…7:45 Uhr: Operatives Tagesgeschäft: Sendungen für einen Sammeltransport müssen zusammengestellt werden. Anhand der Lademeter wird überprüft, ob die Tour optimal ausgelastet ist. Dabei müssen Faktoren wie Stapelfähigkeit und Zerbrechlichkeit der Ware beachtet werden. Ich halte Rücksprache mit meiner Ausbildungsbeauftragten, weil ich mir bei der Eingabe in unsere Software kurz unsicher bin. Wir stellen gemeinsam fest: Drei Sendungen passen nicht wie geplant und ein Ausweichtransport muss organisiert werden.

…9:30 Uhr: Frühstückspause mit den Kolleg*innen.

…10:00 Uhr: Für eine Preiskalkulation wird eine Zuarbeit benötigt. Dafür soll der zu erwartende Zeitaufwand geschätzt werden. Auf dem Weg zum Lager für eine kurze Rücksprache mit dem operativen Leiter klingelt das Telefon. Eine Zugmaschine des Fuhrparks ist liegen geblieben. Nun muss schnell das Abschleppen und die Reparatur sowie ein Ersatz organisiert werden. Außerdem muss der Fahrer abgeholt und die Ware vor Ort umgepackt werden, um rechtzeitig beim Kunden anzukommen. Ich schaue meinen Kolleg*innen beim Managen der Situation über die Schulter. Mich beeindruckt, wie sie einen kühlen Kopf bewahren.

…12:00 Uhr: Mittagspause. Alle sitzen zusammen, wir haben Pizza bestellt. Das Problem mit der ausgefallenen Zugmaschine ist weiterhin Thema.

…12:45 Uhr: Lagerlisten sind zu überprüfen, die als Grundlage für die Abrechnung dienen. Auch Kundenanfragen gehen ein. So meldet z.B. ein Kunde, dass eine Palette beim Abholen vergessen wurde. Der Fahrer muss kontaktiert werden, um die vergessene Palette noch abzuholen.

…15:00 Uhr: Feierabend!

 

Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Spedition und Logistik

Kaufleute für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen, Luftverkehrskaufleute, Kaufleute für Verkehrsservice, Schifffahrtskaufleute

 

Quellen und weitere Informationen

  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/29441.pdf
  • https://www.ausbildung.de/berufe/speditionskaufmann/
  • https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/profession/394/view.html
  • https://www.leipzig.ihk.de/unternehmen/geschaeftsfelder/ausbildung-und-weiterbildung/erstausbildung-umschulung/berufe-von-a-bis-z/kaufmann-frau-fuer-spedition-und-logistikdienstleistungen/
  • https://www.bibb.de/de/berufeinfo.php/profile/apprenticeship/6564564


Logoleiste FR plus A4 CMYK

Einsatzbereich & Inhalte

Die Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann/-frau ist auf 3 Jahre ausgelegt. Während dieser Zeit warten verschiedenste Aufgaben auf die Auszubildenden wobei die Personalgewinnung und der Personaleinsatz im Vordergrund stehen. Dafür wird der Stellen- und Bewerber*innen-Markt gesichtet, es werden Stellenanzeigen formuliert und auf verschiedenen Plattformen veröffentlicht. Anschließend wirken sie bei der Auswahl von passenden Bewerber*innen und beim Abschließen von Verträgen mit. Ziel ist es, Anforderungs- mit Bewerberprofile abzugleichen und geeignetes Personal zu finden.

Die Arbeit als Personaldienstleistungskaufmann/-frau (PDK) kann sowohl in Personalvermittlungsfirmen als auch in Personalabteilungen von Unternehmen ausgeübt werden. Im ersten Fall werden verschiedene Unternehmen besucht, um Arbeitsumgebung und Aufgaben zu analysieren. Darauf aufbauend werden Anforderungsprofile erstellt, welche in Stellenanzeigen umgesetzt werden. Sie agieren somit als Bindeglied zwischen dem suchenden Unternehmen und den potenziellen Bewerber*innen und stehen als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Darüber hinaus akquirieren sie Aufträge und gewinnen Unternehmen als Kunden.

In den Personalabteilungen von Unternehmen kommt die Verwaltung des internen Personals hinzu. Hier kann es beispielsweise zu den Aufgaben gehören, den Personaleinsatz zu disponieren und die Personalentwicklung zu planen. Personalakten müssen geführt und Entgeltabrechnungen erstellt werden.                                                                             

 

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Eine besondere Nähe weist der Beruf Personaldienstleistungskaufleute zum Studiengang Betriebswirtschaftslehre (BWL) mit dem Schwerpunkt Personal auf. Studienabbrecher*innen aus diesem Bereich haben also bereits einige Vorkenntnisse. Aber auch für ehemalige Studierende der Psychologie kann diese Ausbildung nahe-liegend sein, da gute Menschenkenntnis und Einschätzungsvermögen sehr wichtig sind und psychologische Verfahren in der Personalauswahl eine Rolle spielen.  

Aber auch für Studienabbrecher*innen anderer Fachrichtungen ist der Beruf interessant, wenn sie gute Kommunikationsfähigkeiten ebenso mitbringen wie eine Affinität zu Zahlen. 

Voraussetzungen

Für die erfolgreiche Ausbildung als Personaldienstleistungskaufmann/-frau ist das mündliche Ausdrucksvermögen und die Fähigkeit auf unterschiedliche Persönlichkeiten einzugehen besonders vorteilhaft. Weitere wichtige Voraussetzungen sind unter anderem:

  • Guten Noten in Deutsch und Mathematik
  • Textverständnis
  • Interesse an sozial-beratenden Themen
  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Verschwiegenheit
  • Sorgfältige Arbeitsweise
  • Kontaktfreude und Kommunikationstalent
  • Kaufmännische Denkweise
  • Verhandlungsgeschick

 

Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 802-877 Euro im ersten, 870-944 Euro im zweiten und 956-1032 Euro im dritten Ausbildungsjahr (Quelle: Agentur für Arbeit)
  • Berufsschule: 1-2 Tage pro Woche oder Blockunterricht
  • Kammerzugehörigkeit: IHK

 

Digitalisierungsfaktor 

3 von 5


Perspektiven

Entwicklungspotenzial: Perspektivisch gibt es in diesem Bereich vielen Möglichkeiten sich weiterzubilden, wie z. B. zum*r Personaldienstleistungsfachwirt*in oder Betriebswirt*in für Personalwirtschaft. Durch sog. Anpassungsweiterbildungen kann man bestimmte Themenfelder vertiefen oder sich auf den neuesten Stand bringen, wie bspw. zum Thema Personalbedarfsermittlung, Active Sourcing, Talent oder Diversity Management. Dadurch ergeben sich auch Aufstiegsmöglichkeiten (meist innerhalb größerer Unternehmen). Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in diesem Bereich selbständig zu machen.

Obwohl der Trend in diesem Beruf hin zu einer stärkeren Automatisierung geht, vor allem im Bereich der Sachbearbeitungsaufgaben, die sich gut standardisieren lassen, wird sich der Beruf zwar verändern, aber voraussichtlich nicht ersetzen lassen. 

Arbeitszeiten: In der Regel zu den klassischen Bürozeiten zwischen 8 und 17 Uhr.

Einstiegsgehalt: Das Einstiegsgehalt wird auf verschiedenen Seiten im Internet zwischen 1.700 und 2.300 Euro angegeben. Auch in diesem Beruf richtet sich die Höhe nach verschiedenen Faktoren wie der Region, der Größe des Unternehmens und natürlich, ob ein Tarifvertrag Anwendung findet oder nicht.


Ein typischer Arbeitstag…

… 08:30 Uhr: Arbeitsbeginn. Bevor es an den Schreibtisch geht, um die neuesten E-Mails zu lesen, trinken wir erstmal Kaffee, plaudern mit den Kollegen und tauschen uns über die heutigen Aufgaben aus.

… 08.40 Uhr: Meine Ausbilderin leitet mir eine E-Mail weiter, die ein neues Stellenangebot eines Kunden beinhaltet. Meine Aufgabe ist es nun, mit den übermittelten Informationen eine Stellenanzeige zu generieren, um Arbeitssuchende aus der eigenen Datenbank darüber zu informieren.

… 09:00 Uhr: Da solche Angebote oftmals nicht alle relevanten Informationen enthalten, muss wie in diesem Fall nochmals nachgehakt werden. Um keine unnötige Zeit zu verlieren, rufe ich das Unternehmen an und hole die fehlende Informationen ein.

… 10:40 Uhr: Mit Hilfe eines Formulars erstelle ich die Anzeige. Nun sind alle relevanten Informationen in dem Dokument enthalten und der/die passende Arbeitnehmer*in kann gesucht werden. Über das Programm „Salesforce“ wird eine stichwortbasierte Suche aufgegeben. Dabei wird nach bestimmten Kriterien gesucht wie bspw. Erfahrungen mit SAP, im Vertrieb oder Logistik, Alter, Wohnort usw.

… 11:30 Uhr: Passende potentielle Arbeitnehmer*innen werden nun kontaktiert. Hier wird der telefonische Weg bevorzugt, da die Antwortrate auf E-Mails erfahrungsgemäß sehr gering ist. Zusätzlich wird per E-Mail das erstellte Stellenangebot übermittelt. Meine Ausbilderin unterstützt mich dabei.

… 12:10 Uhr: Nun ist eine Mittagspause vorgesehen. Ich gehe gemeinsam mit Kollegen und Kolleginnen in einen nahe gelegenen Imbiss. Dort unterhalten wir uns beim Essen über persönliche, aber auch arbeitsbezogene Themen.

… 13:15 Uhr: Kurz nach der Pause werden die Anrufe fortgeführt. Es wird versucht, drei Slots zu füllen. Das bedeutet, dass drei Bewerber*innenprofile an das suchende Unternehmen geschickt werden sollen. Willigt eine Person der Übermittlung der Daten final ein, wird aus dem Programm „Salesforce“ der Lebenslauf heruntergeladen. Zusätzlich wird ein Frontsheet erstellt – ein Blatt, auf dem die wichtigsten Daten wie Ausbildung, Kernkompetenzen, Wohnort usw. zusammengefasst sind.

… 13:40 Uhr: Eine Personalmanagerin eines kooperierenden Unternehmens ruft an. Eine aus der Elternzeit zurückkehrende Arbeitnehmerin soll an einem Förderprogramm teilnehmen, um eine optimale Wiedereingliederung zu garantieren. Es werden notwendige Daten ausgetauscht und ich suche Informationen und Vertragsdetails für ein internes Mentoring-Programm heraus, die dann per E-Mail übermittelt werden.

… 15:10 Uhr: Mein erster „Cold Call“ steht auf dem Plan – ein sogenannter Kaltakquise-Anruf bei einem Unternehmen. Ziel solcher Anrufe ist das Werben um potentielle neue Kunden. Hier ist Verkaufstalent und enormes Marktwissen gefragt. Ich bereite mich gründlich darauf vor und gehe das Gespräch mit meiner Ausbilderin im Vorfeld durch. Ein erster Erfolg: Das Unternehmen ist zumindest interessiert und es wird einen Gesprächstermin geben.

…17:00 Uhr: Feierabend. Zwei der drei Slots konnten gefüllt werden. Am nächsten Tag muss also noch ein weiterer Slot besetzt werden, um dann die drei Angebote gebündelt an das Unternehmen weiterzuleiten. Mit dieser Aufgabe werde ich morgen anfangen.

Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Personaldienstleistungskaufleute

Kaufleute für Büromanagement, Industriekaufleute, Veranstaltungskaufleute, Medienkaufleute Digital und Print, Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Quellen und weitere Informationen

  • https://www.leipzig.ihk.de/azubis/vor-der-ausbildung/
  • https://www.leipzig.ihk.de/unternehmen/geschaeftsfelder/ausbildung-und-weiterbildung/erstausbildung-umschulung/berufe-von-a-bis-z/personaldienstleistungskaufmann-frau/
  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/58385.pdf
  • https://www.azubi.de/beruf/personaldienstleistungskaufmann
  • https://www.azubiyo.de/berufe/personaldienstleistungskaufmann/
  • https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/
  • https://www.ihk-lehrstellenboerse.de/berufe/personaldienstleistungskfm-kffr/581

Logoleiste FR plus A4 CMYK

Auf Zukunftskurs. Fachkräftesicherung durch gute Ausbildung

(19.09.2019)

Einladung Fachtag Bild  Auf dem Fachtag des JOBSTARTER plus-Projektes „Plan
  B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“
  im September 2019 beschäftigten sich mehr als 60
  Teilnehmende mit der Frage, wie duale  Ausbildung zur
  Fachkräftesicherung allgemein und in der Region beiträgt.
  Sowohl in den Vorträgen als auch in der Podiumsdiskussion
  herrschte Einigkeit darüber, dass für die duale Ausbildung
  von allen Seiten mehr getan werden muss. Die geringere
  gesellschaftliche Anerkennung beruflicher gegenüber
  akademischer Bildung ist ein Problem, welches man angehen
  müsse und wo die Mitarbeit vieler Akteure gefragt ist.  

  Dr. Roman Jaich (ver.di) zeigte anhand einer Studie zur
  Folgen der Akademisierung der Arbeitswelt auf die beruflich-
  betrieblich Bildung, dass duale Berufsausbildung bei der
  Fachkräftesicherung immer noch einen großen Stellenwert
  besitzt. Dieser sinkt jedoch v.a. zugunsten dualer Studien-
  gänge – hauptsächlich bedingt durch die Nachfrage der
                                           Jugendlichen. Damit verbunden verringern sich die
Aufstiegsmöglichkeiten für dual Ausgebildete. Er plädierte dafür, wieder mehr Wertschätzung für duale Ausbildung in der Gesellschaft zu schaffen. Dazu gehört unter anderem eine attraktivere Ausbildung und ausgeweitete Aufstiegsqualifikationen. Außerdem muss die Gleichwertigkeit verschiedener Ausbildungswege sichtbarer gemacht werden, indem der DQR konsequent umgesetzt wird.

Im Anschluss an diesen Vortrag skizzierte Dr. Per Kropp (Regionales Forschungsnetz des IAB) die Ausbildungssituation im Wirtschaftsraum Leipzig-Halle. Diese ist vor allem positiv für Ausbildungsplatzsuchende, mit Ausnahme der Stadt Leipzig, wo die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen überdurchschnittlich ist. Engpassberufe wie bspw. im Bereich Sanitär, Heizung und Klima sowie Energietechnik ließen sich zwar deutlich ausmachen, Prognosen seien jedoch schwierig. Der Ausbildungsmarkt ist ebenso wie der Arbeitsmarkt geprägt von Konjunkturentwicklungen, Digitalisierung und technologischem Wandel, deren Auswirkungen sich kaum abschätzen ließen.

Dr. Verena Eberhard (BIBB) zeigte danach anhand verschiedener Studienergebnisse, warum es in einigen Berufen zu besonderen Engpässen kommt. Ihre Fragestellung lautete, warum bestimmte Berufe von jungen Menschen (nicht) gewählt werden. Besonders betonte sie das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung, dass nicht vernachlässigt werden dürfe. Berufe, die keine Anerkennung im sozialen Umfeld der Jugendlichen bringen, werden nicht gewählt, selbst wenn eine Neigung dazu besteht. Wichtig ist also, das Image dualer Berufsausbildung allgemein und einzelner Berufe im speziellen zu verbessern. Aber auch die Rahmenbedingungen der Ausbildung seien für die Jugendlichen wichtig, vor allem gute Übernahmechancen und ein gutes Betriebsklima.

Aus den langjährigen Projekterfahrungen von Plan B(eruf) heraus zeigte Anja Kobelt mit der Blickrichtung auf Unternehmen, was man in Bezug auf Ausbildung und der Suche nach Auszubildenden falsch bzw. richtig machen kann. Sie plädierte unter anderem dafür, den Blick auf verschiedene Zielgruppen wie z. B. Studienabbrecher*innen zu erweitern und mögliche Nachteile wie den abgelegenen Standort des Unternehmens bspw. durch Fahrgemeinschaften oder Anpassung der Arbeitszeiten an Fahrzeiten des ÖPNV auszugleichen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde an anschaulichen Beispielen demonstriert, wie es Unternehmen trotz Widrigkeiten gelingen kann, immer wieder Auszubildende zu gewinnen und zu halten und inwiefern die duale Studienausbildung nach einem Studienabbruch für alle Seiten eine gute Option sein kann.

Programm:

  • Begrüßung und Einführung
    Jana Wünsch (Plan B(eruf), KOWA Leipzig)
  • Akademisierung der Arbeitswelt und Auswirkungen auf die beruflich-betriebliche Bildung
    Dr. Roman Jaich (ver.di Bildungspolitik/ Hochschulpolitik)
  • Die Ausbildungssituation im Wirtschaftsraum Leipzig-Halle
    Dr. Per Kropp (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Regionaleinheit Sachsen-Anhalt-Thüringen)
  • Die Attraktivität von Berufsausbildungen … aus Sicht der Jugendlichen
    Dr. Verena Eberhard (Bundesinstitut für Berufsbildung)
  • Die Attraktivität von Berufsausbildung … aus Sicht der Unternehmen
    Anja Kobelt (Plan B(eruf), KOWA Leipzig)
  • Moderierte Diskussionsrunde zur Attraktivität von Berufsausbildungen, insbes. für Studienabbrecher*innen
    Es diskutierten: Dr. Verena Eberhard (BIBB), Anja Kobelt (Plan B(eruf), KOWA), Jessica Brandt (Datengut GmbH), Philomena Brunn (Auszubildende zur Hotelfachfrau), Moderation: Manuela Zauritz (GEBIFO, JOBSTARTER-Regionalbüro Ost)

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Rückblick: Erfolgreicher Fachtag zur Fachkräftesicherung durch gute Ausbildung

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Nur 14 Prozent aller Unternehmen in Ostdeutschland bilden aus und auch die Nachfrage von Jugendlichen nach dualer Ausbildung ist mittlerweile geringer als die nach Studienplätzen. Lässt sich der Fachkräftebedarf über die Berufsausbildung überhaupt noch decken? Mit dieser Frage beschäftigten sich mehr als 60 Teilnehmende – darunter viele Unternehmen – auf dem Fachtag des Projektes "Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch" im September 2019. In mehreren Vorträgen und einer Podiumsdiskussion stand dabei vor allem im Fokus, wie es gelingen kann, die Attraktivität der Berufsausbildung wieder zu steigern und Jugendliche dafür zu gewinnen.

Dr. Roman Jaich (ver.di) empfahl u. a. die Aufstiegsqualifikationen auszuweiten und die Gleichwertigkeit verschiedener Ausbildungswege sichtbarer zu machen, indem der DQR konsequent umgesetzt wird. Dr. Per Kropp (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) verdeutlichte in seinem Vortrag, wo es Engpässe in der Region gibt, dass sich aber schwer abschätzen lässt, wie sich der Ausbildungsmarkt entwickelt. Daher dürften sich Bemühungen nicht nur auf Engpassberufe beschränken. Die Wichtigkeit sozialer Anerkennung von Berufen zeigte sich besonders deutlich im Vortrag von Dr. Verena Eberhard (Bundesinstitut für Berufsbildung). Berufe, die keine Anerkennung im sozialen Umfeld der Jugendlichen bringen, werden nicht gewählt, selbst wenn eine Neigung dazu besteht. Aber auch gute Übernahmechancen und ein gutes Betriebsklima sind wichtig.

Aus den langjährigen Projekterfahrungen von "Plan B(eruf)" heraus zeigte Anja Kobelt mit Blickrichtung auf Unternehmen, was man in Bezug auf Ausbildung und der Suche nach Auszubildenden falsch bzw. richtig machen kann. In der Podiumsdiskussion wurde an anschaulichen Beispielen demonstriert, wie es Unternehmen trotz Widrigkeiten gelingen kann, immer wieder Auszubildende zu gewinnen und zu halten und inwiefern die duale Ausbildung nach einem Studienabbruch für alle Seiten eine gute Option sein kann.

Sowohl in den Vorträgen als auch in der Podiumsdiskussion herrschte Einigkeit darüber, dass für die duale Ausbildung von allen Seiten mehr getan werden muss. Die geringere gesellschaftliche Anerkennung beruflicher gegenüber akademischer Bildung ist ein Problem, welches man angehen müsse und wo die Mitarbeit vieler Akteure gefragt ist.

 

Rückblick: Workshops zu Praktikum und Berufseinstieg an der HTWK Leipzig

Unter der Rubrik „Wissenschaft und Arbeitswelt“ bot die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig in diesem Sommer mit Unterstützung der KOWA Leipzig zwei Workshops zu den Themen Berufseinstieg und Praktikum an. Isabella Rogner von der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen gab den Studierenden in den gut besuchten Veranstaltungen Tipps und Informationen zu Einstiegsgehältern, Tarifverträgen, Tücken beim Arbeitsvertrag sowie zu Rechten und Pflichten im Praktikum. Wir hoffen auf eine Fortsetzung des Angebots.

HTWK-Zusatzkurse https://www.htwk-leipzig.de/?id=25947

Vorschau: Kenne deine Rechte! Alles Wichtige zu Praktika und Nebenjob

Auch die Studierenden der Universität Leipzig haben die Möglichkeit, sich mit Themen wie Praktikum, Arbeitsvertrag, Sozialversicherung und Mindestlohn zu beschäftigen. Im Rahmen des Career Service-Angebots der Universität wird Hans Jurdeczka, Jura-Student und Berater bei students@work, einen ersten Überblick geben. Weitere Informationen zu der Veranstaltung finden Sie hier

Termin: 4.12.2019, 16.00-17.30 Uhr 

 

Die Segel setzen für Studienabbrecher – Broschüre zum Thema Ausbildungsattraktivität veröffentlicht

KOWA Die Segel setzen fur Studienabbrecher WEB Seite 1

Wie können Unternehmen Ausbildung so gestalten, dass sie attraktiv für jungen Menschen ist? In kurzer und prägnanter Form stellt die Broschüre verschiedene "Stellschrauben" vor, an denen gedreht werden kann, wenn Unternehmen ihre Ausbildungsbedingungen verbessern möchten. Neben der Vergütung und den Zusatzleistungen spielen dabei auch Themen wie das Betriebsklima, Arbeitsbedingungen allgemein und die Übernahmechancen nach der Ausbildung eine wichtige Rolle. Auch wenn der Fokus darauf liegt, die Gruppe der Studienabbrecher*innen als potenzielle Auszubildende zu gewinnen, so ist das Thema Attraktivität der Ausbildung universell. Die Empfehlungen aus dem Projekt "Plan B(eruf) – Perspektiven nach Studienabbruch" lassen sich daher auch auf andere Zielgruppen übertragen. Bestellt werden können gedruckte Exemplare kostenlos bei Sarah Schmidt (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Die barrierefreie Online-Version gibt es hier:

"Die Segel setzen für Studienabbrecher. Ausbildung im Unternehmen attraktiv und erfolgreich gestalten"

 

Neu auf der Homepage: Trans* in der Arbeitswelt

Aus der Idee, eine Wanderausstellung zum Thema Trans* in der Arbeitswelt nach Leipzig zu holen, entwickelte sich im Laufe des letzten Jahres eine umfangreiche Auseinandersetzung mit dem Thema. Nicht zuletzt wurde deutlich, wie groß der Informationsbedarf zum Thema ist. Aus diesem Grund haben wir auf unserer Homepage dem Thema einen eigenen Bereich gewidmet und vielfältige Informationen zusammengetragen: Von der Fotoausstellung über Interviews, Studienergebnisse bis hin zu Handlungsempfehlungen und einer Linkliste.

https://kowa-leipzig.de/trans-in-der-arbeitswelt

In eigener Sache: Veränderungen im Team – Neue Mitarbeiterin

Sandy

Sandy Mann studierte Soziale Arbeit mit dem handlungsorientierten Studienschwerpunkt Beratung und Behandlung, wobei sie bereits während ihres Studiums begann, in Bildungsprojekten tätig zu werden. Nach ihrem Abschluss war sie unter anderem an der HTWK Leipzig im Qualitätspakt-Lehre-Projekt "Studifit – Studieren lernen fürs Leben" für den Bereich der Evaluation und der Weiterentwicklung der Projektangebote zuständig und arbeitete als Lehrkraft an einer allgemeinbildenden Schule. Junge Menschen hinsichtlich ihrer individuellen Entwicklungs- und Bildungsbedürfnisse zu unterstützen, ist ihr stets ein besonderes Anliegen. Bei der KOWA Leipzig ist sie vor allem für die Beratung und Begleitung der Studienabbrecher*innen verantwortlich.

Ihre Vorgängerin auf der Stelle, Beate Wesenberg, wechselte im August 2019 zum Projekt Quickstart Sachsen, welches Initiativen zum Thema Studienabbruch vernetzt. Wir freuen uns, in diesem Zusammenhang auch weiterhin mit ihr zusammenarbeiten zu können.

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