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Einsatzbereich & Inhalte
Vermessungstechniker*innen führen Geländevermessungen von geografischen Lagen durch, d. h. sie erfassen millimetergenau Messdaten. Für die Bestimmung der Geodaten werden an vorhandenen Vermessungspunkten Messgeräte wie Tachymeter oder GPS-Geräte eingesetzt. Die Vermessung aus der Luft erfolgt mit einer Drohne. Neben der Arbeit im Freien besteht die Aufgabe von Vermessungstechniker*innen darin, die gewonnenen Daten im Büro in den PC zu überführen und entweder neue Ergebnisse für ein Projekt auszuwerten oder vorhandene Daten zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren. Benötigt werden die Messdaten bspw. für Daten-/Kartenmaterial, Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Stadtteilpläne oder die Erstellung von dreidimensionalen Darstellungen von Gebäuden. Sie arbeiten unter anderem mit Geoinformationssystemen oder mit CAD-Programmen.  Einsatzbereiche sind Landesvermessungs­ämter, kommunale Kataster-­ und Vermessungsämter, Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaften sowie Vermessungs-­ und Ingenieurbüros. Neben der allgemeinen Ausbildung zum Vermessungstechniker gibt es auch Vermessungstechniker*in mit der Spezialisierung Bergvermessung, wobei diese Ausbildung eher selten angeboten wird.


Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Die technische Ausrichtung des Berufes ist insbesondere für Studienabbrecher*innen aus den MINT- Bereichen attraktiv. Besonders gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind gefragt, aber auch ein grundlegendes technisches Verständnis und Vorkenntnisse in diesem Bereich erleichtern die Ausbildung.

Voraussetzungen

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination
  • Motivation zum Außendienst
  • Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution

 
Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 1. Ausbildungsjahr: 643 Euro (Ingenieurbüros), 1.018 Euro (öffentlicher Dienst); 2. Ausbildungsjahr: 806 Euro (Ingenieurbüros), 1.068 Euro (öffentlicher Dienst); 3. Ausbildungsjahr: 967 Euro (Ingenieurbüros), 1.114 Euro (öffentlicher Dienst) (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/77495.pdf)
  • Berufsschule: BSZ Bau und Technik Dresden, ab dem 2. Ausbildungsjahr Berufsbildende Schulen „Otto von Guericke“ in Magdeburg
  • Kammerzugehörigkeit: IHK

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5


Perspektiven

  • Arbeitszeiten: werktags zu normalen Bürozeiten, aber auch Montagetätigkeit möglich  
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es gibt freie Stellen. Häufig werden die Auszubildenden von dem Ausbildungsunternehmen übernommen.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Die Einstiegsgehälter variieren je nach Bundesland, Branche und ob das Unternehmen tarifgebunden ist. Im öffentlichen Dienst beträgt es ca. 2.200 Euro, in der freien Wirtschaft 1.600–2.400 Euro.
  • Entwicklungspotenzial: Mögliche Spezialisierungen sind z.B. Geografie, Geologie, Kartografie, Bergbau, aber auch Bereiche wie Liegenschaftsverwaltung, Außendienst oder Dokumentation von Geodaten. Eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker*in oder ein Studium der Vermessungstechnik, Geoinformation oder Ingenieurwesen können angeschlossen werden. Eine selbständige Tätigkeit ist ebenfalls möglich.


Ein typischer Arbeitstag…

…07:00 Uhr: Ich treffe mich mit meiner Ausbilderin im Büro. Sie erklärt mir kurz den heutigen Auftrag. Es geht um die Vermessung der Grenzen eines Flurstücks, auf dem ein Kindergarten errichtet werden soll. Es gibt zwar bereits einen Plan, aber der ist schon so alt, dass eine Neu-Vermessung notwendig ist. Wir packen die notwendigen Materialien und Messgeräte ein und fahren zum Einsatzort. Es handelt sich um ein Grundstück am Rande eines Wohngebiets. Heute haben wir Glück mit dem Wetter, es ist leicht bewölkt und nicht zu kalt.

…07:30 Uhr: Bevor wir mit dem Aufbauen der Geräte beginnen, ziehen wir zuerst unsere Warnwesten an, damit uns die anderen Verkehrsteilnehmer sehen.

…08:00 Uhr: Wir suchen die erste Grenzmarkierung, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da sie etwas zugewachsen ist. Für die Ausrichtung des Messgerätes brauchen wir ein flaches Areal, so dass wir zunächst damit beschäftigt sind, den Boden um die Vermarkung zu ebnen. Dann ist alles soweit vorbereitet: Das Messgerät ist ausgerichtet und ich gehe mit dem Prisma zum nächsten Messpunkt, der sich leicht finden lässt. Er ist ca. 10m entfernt. Meine Ausbilderin erfasst die Entfernung zwischen Messgerät und Prisma und wandert mit dem Messgerät zur nächsten Vermarkung. Das Messgerät ist ganz schön schwer, wir wechseln uns mit dem Tragen ab. So arbeiten wir uns Punkt für Punkte voran und messen sowohl rückwärts als auch vorwärts messen.

…09:30 Uhr: Eine kurze Frühstückspause tut nach dem 1,5h konzentriert arbeiten sehr gut.

…09:45 Uhr: Auch den zweiten Teil des Vormittags verbringen wir damit, das Flurstück zu vermessen, wobei es sich langsam zuzieht und es zu nieseln anfängt. Dennoch müssen wir heute mit der Messung fertig werden. Insgesamt gibt es 18 Grenzmarkierungen und jedes Mal muss geprüft werden, ob der Boden eben genug ist.

…12:15 Uhr: Wir haben es geschafft und packen unsere Messgeräte und Materialien wieder ein.

…13:00 Uhr: Zurück im Büro gibt es mit den anderen Kollegen eine Mittagspause. Heute passt es, aber ist auch schon vorgekommen, dass wir erst nachmittags von der Vermessung wiedergekommen sind.

…13:45 Uhr: Gemeinsam mit meiner Ausbilderin werte ich die Daten am PC aus. Dafür nutzen wir ein Rechenprogramm mit integrierter Grafik und stellen fest, dass die aktuellen Werte noch exakt mit den vorliegenden Werten übereinstimmen. Glück gehabt. Damit sind wir so lange beschäftigt, dass ich gar nicht mitbekomme, dass es bereits…

…16:00 Uhr ist: Feierabend nach einem langen und ereignisreichen Tag.


Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Vermessungstechnik
Vermessungstechniker*innen Fachrichtung Bergvermessung, Beamter/-in im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst, Bauzeichner*in, Geomatiker*in, Baustoffprüfer*in Schwerpunkt Geotechnik


Quellen und weitere Informationen

  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/77495.pdf
  • https://www.lds.sachsen.de/ausbildung/?ID=13239&art_param=855
  • https://www.bildungsmarkt-sachsen.de/berufelexikon/berufsbild/beruf/vermessungstechniker-vermessung/id:100020100000010756
  • https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/8971
  • https://www.ausbildung.de/berufe/vermessungstechniker/
  • https://www.azubi.de/beruf/ausbildung-vermessungstechniker
  • https://abi.de/ausbildung/ausbildungsreportagen/it/vermessungstechnikerin-tagesab015532.htm
  • https://www.bdvi.de/de/karriere/ausbildung

Einsatzbereich & Inhalte
Kaufleute für Büromanagement sind Allroundtalente, die in fast allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt werden. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind unter anderem die kaufmännische Steuerung und Kontrolle im Unternehmen. Kaufleute für Büromanagement übernehmen vielfältige Verwaltungsaufgaben. Die Koordination und Überwachung von Terminen, das Vorbereiten von Geschäftstreffen oder die Beantwortung von Kundenanfragen gehören ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Beschaffung von Büromaterial, Zuarbeit bei einer Auftragsabwicklung oder die Organisation von Dienstreisen. Als Kaufmann*-frau für Büromanagement organisiert man Arbeitsvorgänge und gestaltet Büroprozesse. Tätigkeiten im Personalmanagement und Marketing gehören ebenso zum Berufsbild. Auch das Erstellen von Präsentationen und die Arbeit mit Tabellenprogrammen können Teil der Tätigkeit sein.

Um alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen, bewahren Kaufleute für Büromanagement allzeit die Kontrolle, auch in stressigen Situationen.

Die Arbeit findet überwiegend im Büro statt. Einsatzgebiete sind Wirtschaftsunternehmen, die öffentliche Verwaltung, aber auch Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen. 


Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?
Die vielfältigen Aufgaben erfordern eine selbstständige Arbeitsweise, ein gutes Zeitmanagement sowie Organisationsfähigkeiten. Diese Fähigkeiten sind auch in vielen Studienrichtungen wichtig, sodass Studienabbrecher*innen bereits Erfahrungen in der Selbstorganisation mitbringen. Die Arbeit mit Zahlen wird durch mathematische Kenntnisse aus einem bspw. wirtschaftswissenschaftlichen Studium unterstützt. Betriebswirtschaftliches Vorwissen kann auch ganz allgemein den Einstieg erleichtern. Auch ein sprachwissenschaftlicher Hintergrund ist von Vorteil, da ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie Fremdsprachenkenntnisse vor allem in international agierenden Unternehmen gefordert werden.


Voraussetzungen

  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Eine sorgfältige, strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
  • Ausgeprägtes kaufmännisches Denken
  • Ein (sehr) gutes Verständnis für Zahlen und Formeln
  • Sicherer Umgang mit dem Computer
  • Ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen


Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: Die Ausbildungsvergütung hängt stark davon ab, ob die Ausbildung im Handwerk oder im Bereich Industrie und Handel bzw. im Öffentlichen Dienst erfolgt: 1. Ausbildungsjahr: 500 – 952 Euro (Handwerk), 976 – 1.047 Euro (Industrie), 1.018 Euro (öffentlicher Dienst); 2. Ausbildungsjahr: 565 – 995 Euro (Handwerk), 1.029 – 1.102 Euro (Industrie), 1.068 Euro (öffentlicher Dienst); 3. Ausbildungsjahr: 600 – 1.067 Euro (Handwerk), 1.102 – 1.199 Euro (Industrie), 1.114 Euro (öffentlicher Dienst) (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/123266.pdf)
  • Berufsschule: 2 Tage pro Woche im 1. und 2. Lehrjahr, 1 Tag im 3. Lehrjahr, zuständige Berufsschulen in Leipzig sind die Arwed-Rossbach-Schule und die Gutenbergschule
  • Kammerzugehörigkeit: IHK Leipzig, HWK zu Leipzig

 
Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 
Perspektiven

  • Arbeitszeiten: Meist klassische Bürozeiten, ca. 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr; Gleitzeit oft problemlos möglich
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es bestehen gute Übernahmechancen bei entsprechendem Engagement. Da die Arbeit vielfältige Aufgabengebiete umfasst, werden Kaufleute für Büromanagement in unterschiedlichen Bereichen gesucht.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: ca. 1.800 Euro bis 2.400 Euro brutto, abhängig von Region, Betriebsgröße, Aufgabenübernahme im Unternehmen, Erfahrung und Qualifikation
  • Entwicklungspotenzial: Während der Ausbildung kann eine Zusatzqualifikation erworben werden. [Siehe auch: https://www.bibb.de/ausbildungplus/de/index.php; https://www.bibb.de/de/703.php und https://www.hwk-leipzig.de/artikel/kaufmaennische-zusatzqualifikation-fuer-lehrlinge-aller-gewerke-3,0,333.html]. Weiterbildungen durch den Ausbildungsbetrieb sind möglich. Das sind bspw. Computer-Zertifikate oder Fremdsprachennachweise. Darüber hinaus besteht nach der Ausbildung die Möglichkeit zur Fortbildung, z.B. als Fachwirt*in für Büro- und Projektorganisation oder als Betriebswirt*in für Kommunikation und Büromanagement, Fachwirt*in für Personaldienstleistung oder geprüfte*r Bilanzbuchhalter*in.


Ein typischer Arbeitstag in der Buchhaltung im 3. Lehrjahr…

… 8:00 Uhr: Ich komme im Büro an und erledige zu Beginn kleinere Aufgaben wie das Sortieren der Ablage, das Anlegen neuer Ordner, das Vernichten überflüssiger Dokumente. Danach hole ich die Belege aus den anderen Abteilungen und bearbeite sie in Absprache mit meinem Ausbilder. Ich überprüfe Rechnungen vom Lager, kontiere, prüfe Kassenabschlüsse und pflege Urlaubsanträge im System ein.

… 9:30 Uhr: Zum ersten Mal darf ich den Zahllauf durchführen. Diese Aufgabe ist zeitaufwendig und beinhaltet das Bezahlen von Eingangsrechnungen, das Verschicken von Avisen – also Rechnungs- oder Zahlungsankündigungen, die Beachtung von Skonti, das Sortieren und das Abheften von Rechnungen. Hier ist Sorgfalt und Organisation gefragt. Bei meinen Fragen stehen mir die anderen Kolleginnen und Kollegen der Buchhaltung zur Seite. Eine andere große Aufgabe, die mehrere Stunden umfassen kann, ist der Mahnlauf, bei dem Mahnungen für überfällige Rechnungen erstellt und verschickt werden.

…12:00 Uhr: Mittagspause mit den Kolleginnen und Kollegen

…12:30 Uhr: Nach der Pause stehen die Bankbuchungen an. Ich buche Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge. Die Aufgabe ist komplex, ich muss mit vielen Mitarbeiterinnen – auch aus anderen Filialen – Rücksprache halten. Sehr oft telefoniere ich dafür. Gewisse Posten müssen fehlerfrei sein, so dass ich konzentriert arbeite. Hier stehen mir wieder die Kolleginnen und Kollegen aus der Buchhaltung mit Rat und Tat zur Seite.

…15:30 Uhr: Es gibt immer noch kleinere Dinge zu erledigen, wie das Sortieren der Ablage und die Buchung von Prämien. Zum Glück können diese Aufgaben auch bis zum nächsten Tag liegen bleiben.

…16:30 Uhr: Ich bin noch nicht ganz fertig mit meiner Ablage, aber mein Ausbilder schickt mich in den Feierabend. Bevor ich gehe, räume ich noch meinen Arbeitsplatz auf und ich habe mir die Aufgaben notiert, die morgen erledigt werden müssen.


Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Kaufmann*-frau für Büromanagement

  • Industriekaufmann*frau
  • Kaufleute für Groß- und Außenhandel
  • Verwaltungsfachangestellte*r
  • Steuerfachangestellte*r
  • Kaufleute für Marketingkommunikation
  • Personaldienstleistungskaufleute


Quellen und weitere Informationen

  • www.ausbildung.de/berufe/kauffrau-fuer-bueromanagement
  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/123266.pdf
  • https://handwerk.de/berufsprofile/kaufmann-frau-für-büromanagement
  • planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/berufe-von-a-z/ausbildungsberufek/kaufmann-frau-bueromanagement/
  • www.leipzig.ihk.de/azubis/nach-der-ausbildung/
So sehen Bilder über die ganze Seite aus:

2019 Leipzig Möckern




01 Susan Wille Fachtag Leipzig klein copy

Plan B(eruf) auch weiterhin erreichbar

Postkarte Keine Panik


Auch wir vom Projekt Plan B(eruf) mussten aufgrund der aktuell geltenden Regelungen zum Schutz vor dem Corona-Virus komplett auf Heimarbeit umstellen. Das hält uns aber nicht davon ab, auch weiterhin bei Fragen oder Anliegen als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Beratungsanfragen richten Sie am besten direkt per E-Mail mit einer Telefonnummer, unter welcher wir Sie erreichen können, an uns. So ist es auch möglich, telefonisch in einen gemeinsamen Austausch zu treten.

Bild E Mail Adressen neu

Wir hoffen sehr, dass sich die Situation bald wieder entspannt und wir zeitnah auch wieder vor Ort agieren können. Zudem befinden wir uns weiterhin in der Planung von Weiterbildungs- veranstaltungen, Arbeitskreistreffen und weiteren Angeboten. Denn: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Sobald es neue Informationen gibt, teilen wir diese über bekannte Kanäle wie Website, Facebook oder Mailverteiler. Bis dahin wünschen wir Ihnen allen, dass Sie bei bester Gesundheit bleiben und die Zeit gut überstehen.

 

 
Was Azubis in der Corona-Krise wissen müssen

Aufgrund der Corona-Pandemie sind derzeit viele Arbeitnehmer*innen und Azubis verunsichert. Häufige Fragen betreffen momentan anstehende Prüfungen oder auch eine mögliche Gefährdung des Ausbildungsplatzes. Die DGB-Jugend hat dazu auf ihrer Homepage eine umfangreiche Fragen-Antwort-Sammlung angelegt. Wichtigster Hinweis auf diesen Seiten: Es wird allen Auszubildenden, die am Ende ihrer Ausbildung sind, empfohlen, einen Antrag auf Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses zu stellen! Der Antrag muss schriftlich beim Ausbildungsbetrieb eingehen!

Für individuelle Fragen steht zudem der Service www.dr-azubi.de bereit. Hier gibt es die Möglichkeit, sich mit Fragen rund um die Ausbildung direkt und anonym an eine*n Online-Berater*in zu wenden.

Gern können Sie sich auch mit uns in Verbindung setzen, sollten Sie gerade oder im Verlauf der nächsten Wochen einen Beratungsbedarf haben. Mit unserem Netzwerk unterstützen wir Sie gern.



Was ausbildende Unternehmen in der Corona-Krise wissen müssen

Viele ausbildende Unternehmen stehen in diesen Zeiten vor schwerwiegenden Fragen, die mitunter auch die Situation rund um ihre Auszubildenden, den Wegfall der Berufsschule oder die Verschiebung von Prüfungen anbelangt. Die Handwerkskammer zu Leipzig sammelt auf dieser Seite Informationen für Lehrlinge und Betriebe. Zudem wurden eine Corona-Hotline und ein Kontaktformular zur Corona-Krise eingerichtet. Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig hat ebenso Informationen aufbereitet. 

Die Linksammlung Arbeit und Wirtschaft der DGB Region Leipzig-Nordsachsen ist sehr ausführlich und fasst Links u. a. zum Kurzarbeiter*innengeld, zu Beratungsstellen oder auch zur Beschäftigung in der Quarantäne zusammen.

Betriebsvereinbarungen zur Pandemiebekämpfung oder zum Umgang mit der Corona-Krise sind auf folgenden Webseiten zu finden.

www.mitbestimmung.de/html/betriebsvereinbarungen-zur-13515.html
www.imu-boeckler.de/de/betriebsvereinbarungen-zur-corona-krise-17057.htm

Damit die Auswahl von Bewerber*innen trotz Kontaktbeschränkungen weiter erfolgen kann, sind Alternativen zum persönlichen Vorstellungsgespräch gefragt. Worauf Unternehmen bei Einstellungsinterviews auf Distanz achten sollten, lesen Sie hier.

Das Zukunftszentrum Sachsen hat digitale Weiterbildungsangebote zusammengefasst. Zahlreiche kostenfreie Webinare werden derzeit von etlichen Anbietern offeriert. Die Suche lohnt sich, z. B. über XING.



Was Studierende und Exmatrikulierte in finanzieller Not in der Corona-Krise wissen sollten

Studierende, die durch die Coronavirus-Krise in Not geraten sind, können bei ihrem Studentenwerk ein Darlehen beantragen. Die Studentenwerke können Darlehen in Höhe eines drei- bis niedrig vierstelligen Betrag vergeben. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Eine andere Möglichkeit, finanzielle Not abzuwenden, besteht für Studierende in der Beantragung eines Härtefalldarlehen beim Jobcenter (nach § 27 Abs. 3 Satz 1 SGB II). Viele Studierende sind von regulären Leistungen des Arbeitslosengeldes II ausgeschlossen. Der Wegfall einer Verdienstmöglichkeit könnte als besonderer Umstand anerkannt werden, der einen Härtefall begründet.

Wer ohne oder mit geringem Einkommen ist und keinen Anspruch auf ALG I hat, kann Grundsicherungsleistung beantragen. Mit dem „Sozialschutzpaket“ sind die Anspruchsvoraussetzungen für das Arbeitslosengeld II abgesenkt und der Zugang somit erleichtert. Zu Fragen und Antworten sowie zum Antragsverfahren hat der DGB ein Info-Blatt erarbeitet. Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit gibt es ebenso Informationen.



Wer psychisch Erkrankte in der Corona-Krise unterstützt

Die Deutsche Depressionshilfe bietet digitale Unterstützung während der momentanen Corona-Situation an. Mit dem Online-Programm „iFightDepression“ können Betroffene z. B. ihren Alltag strukturieren und lernen, negative Gedankenkreise zu durchbrechen. Einen kostenlosen Zugang erhält man unter der E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP e.V.) bietet eine psychologische Beratung mit der BDP-Corona-Hotline an. Die Hotline mit der Rufnummer 0800 777 22 44 ist täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr geschaltet.

Das fachlich moderierte Online-Forum des Vereins „Diskussionsforum Depression e.V.“ bietet die Möglichkeit, online zu diskutieren und gemeinsam schwierige Situationen zu bewältigen.
www.diskussionsforum-depression.de

Eine Informationsbroschüre für Erkrankte, deren Angehörige und Freund*innen in Leipzig hat das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. zusammengestellte. Der Wegweiser kann helfen, die*den richtige*n Ansprechpartner*in oder die richtige Einrichtung im Bedarfsfall zu finden.


Online-Beratung: Tipps und Hinweise für Beratungsstellen

So wie wir bei Plan B(eruf) sind zurzeit viele Beratungsstellen und Projekte gezwungen, ihre Angebote telefonisch durchzuführen oder sich mit Online-Alternativen auseinanderzusetzen. Da die Umstellung sehr kurzfristig erfolgen muss, sind besonders viele Herausforderungen dabei zu meistern. Auch wenn hier sicherlich jede*r Anbieter*in ein eigenes Konzept entwickeln muss, so gibt es zumindest etliche Übersichten, Artikel und Internetseiten, auf denen man sich Informationen zum Thema Online-Beratung holen kann. Auf der Seite des Paritätischen gibt es eine gute Zusammenstellung mit vielen Links, die man als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Thema nutzen kann. Weitere Informationen finden Sie hier


Grüne Berufe: Nachhaltigkeit im Blick

Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen, die sich mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit befassen, steigt. Dies merken wir immer wieder in unseren Beratungen. Daher möchten wir an dieser Stelle einen kurzen Einblick geben, welche Berufe dafür in Frage kommen können. Manche scheinen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so „grün“. Denkt man diese Ausbildungen jedoch im Kontext – wie Tätigkeiten in Bio- oder Fairtrade-Läden, Biorestaurants, Ökohöfen oder bei Unternehmen, die sich mit alternativen Energien befassen – erscheinen die Ausbildungen in einem ganz anderen Licht. Ein Gedankenspiel lohnt sich also!

Klassische Berufe im Umweltschutz sind zunächst die*der Schornsteinfeger*in und die*der Umweltschutztechnische*r Assistent*in. Zu den grünen Berufen zählen vor allem die*der Gärtner*in, Landwirt*in, Tierwirt*in, Winzer*in oder auch Forstwirt*in. Jedoch ist es auch möglich, sich als Koch oder Köchin in einem Biorestaurant zu engagieren oder als Kauffrau/-mann im Einzelhandel in Bioläden tätig zu werden. Ebenso kann die Abwasserentsorgung und -aufbereitung ein spannendes Feld sein, welchem sich u. a. Fachkräfte für Abwassertechnik widmen. Auch der hohe und schädliche Treibstoffverbrauch von Fahrzeugen wird immer wieder diskutiert. Wer also eine Affinität für Autos, Roller und Co. sowie ein großes Interesse an alternativen Antriebstechnologien besitzt, kann sich unter anderem über Ausbildungsplätze in der Automobilindustrie bei entsprechenden Herstellern erkundigen.

Die Seite des Ökolandbau informiert nicht nur über Ausbildungsmöglichkeiten im ökologischen Bereich, sondern auch über Studienangebote und die Weiterbildung über eine Fachschule mit Schwerpunkt Ökolandbau.

Informationen zu den klassischen grünen Berufen bietet die Website des Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Eine erste Übersicht findet sich auch hier auf unserer Homepage


Auch in der aktuellen Situation wichtig: Ausbildungsplätze recherchieren!

Trotz der momentan unsicheren Situation in der Wirtschafts- und Arbeitswelt ist es möglich und wichtig, nach geeigneten Ausbildungsplätzen zu recherchieren und sich zu bewerben. Potentielle Arbeitgeber sind auch in Zeiten des Homeoffice aktiv und nehmen Bewerbungen entgegen. Zwar setzen Unternehmen momentan ihre Vorstellungsgespräche vor Ort aus, manche sind aber bereits auf Telefon oder Video-Chat umgestiegen.

Ausbildungsplatzangebote finden Sie unter anderem bei der Jobbörse der Agentur für Arbeit (dort Suche nach Ausbildung auswählen), den Lehrstellenbörsen der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer (HWK) sowie bei den Kammern der Freien Berufe (z. B. Steuerfachangestellte*r, Notarfachangestellte*r). Ebenso lohnt sich ein Blick in branchenspezifische Jobbörsen oder Suchmaschinen wie Google for Jobs und indeed. 

Bei Ihrer Recherche haben Sie mehrere Ausbildungsplätze gefunden, die für Sie von Interesse sind und eine Auswahl fällt schwer? Dann informieren Sie sich vorab ausführlich über die Unternehmen und überlegen Sie, welches am besten zu Ihnen passen könnte. So haben Sie bereits auch eine erste Grundlage für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch geschaffen. Natürlich ist es auch immer von Vorteil, sich auf mehrere freie Stellen zu bewerben. Das erhöht Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Um einen entsprechend guten ersten Eindruck bei Ihrem Wunschunternehmen zu hinterlassen und das Interesse an Ihnen als zukünftige*r Auszubildende*r zu steigern, sind aussagekräftige Bewerbungsunterlagen von großem Wert! Hierzu können Sie sich gern von uns beraten lassen. Tipps und Anregungen rund um das Erstellen von Motivationsschreiben und Lebenslauf finden Sie zudem auf einer Vielzahl von Internetseiten. Wir können u. a. diese empfehlen:

www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/bewerbung-ausbildungsplatz
www.planet-beruf.de/schuelerinnen/meine-bewerbung/bewerbungstraining
www.abi.de/bewerbung.htm
www.karrierebibel.de/bewerbung
www.bewerbung.net/bewerbungsschreiben
www.azubi.de/beruf/tipps/bewerbungsschreiben-ausbildung
www.ausbildung.de/ratgeber/bewerbung

Kurs nehmen auf…

Unsere Homepage-Rubrik „Kurs nehmen auf…“ stellt Ausbildungsberufe vor, die für Studienabbrecher*innen interessant sein können, weil sie spannende Tätigkeiten und gute Berufsaussichten miteinander verbinden. Seit dem letzten Newsletter sind zwei Berufe dazugekommen: Steuerfachangestellte*r und Kaufleute im E-Commerce. 

Wir danken den Master-Studierenden der Wirtschaftspädagogik der Universität Leipzig für die Erstellung der Steckbriefe.

 

Broschüre veröffentlicht: „Unterstützungskompass – Wer hilft Unternehmen in der Region Leipzig beim Thema Ausbildung?“

Unterstützungskompass

Ausbildung mag in Corona-Zeiten nicht als dringliches Thema erscheinen, aber irgendwann wird hoffentlich wieder Fachkräftenachwuchs benötigt. Unternehmen, denen die Erfahrung fehlt oder die das Potential sehen, ihre Ausbildung zu verbessern, stehen eine Vielzahl von Beratungs- und Unterstützungsangeboten in der Region Leipzig zur Seite. In unserer Zusammenarbeit mit Unternehmen ist uns aufgefallen, dass die Angebote zum Teil kaum bekannt sind und es entstand die Idee, einen "Unterstützungskompass" zum Thema Ausbildung zu entwickeln. Dieser liegt nun online zum Download als PDF-Dokument bereit.

Wer gedruckte Exemplare kostenfrei zugesandt bekommen möchte, schreibt bitte eine kurze E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.



Novellierung des Berufsbildungsgesetzes: Mindestvergütung für Auszubildende und weitere Änderungen

Seit 01.01.2020 gilt für neu abgeschlossene betriebliche und außerbetriebliche Berufsausbildungsverhältnisse eine Mindestvergütung für Auszubildende. Ziel ist, die berufliche Ausbildung attraktiver zu machen. Gesetzlich festgelegt ist dies im neuen Berufsbildungsgesetz (BBiG). Neu geregelt wurde weiterhin die Freistellung an Berufsschultagen und am Vortag der Abschlussprüfung sowie die Bereitstellung von Ausbildungsmitteln.   

Bei Fragen sind die Aus- und Weiterbildungsberater*innen der Kammern gerne für Sie da.



Neues aus der Berufs- und Fortbildung: Neue und modernisierte Ausbildungsberufe und Verbesserungen beim Aufstiegs-BAföG  

Ausbildungsberufe sind in Ausbildungsordnungen geregelt. Eine Ausbildungsordnung legt einen einheitlichen Standard für die betriebliche Ausbildung fest. Da sich die Arbeitswelt wandelt, werden von Zeit zu Zeit die Ausbildungsordnungen angepasst. Eine Anpassung ist nun für die Berufe der IT-Branche, für die*den Mediengestalter*in Bild und Ton, die Bankkaufleute sowie die Kaufleute im Groß- und Außenhandel erfolgt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) informiert dazu hier.

Der berufliche Aufstieg von Fachkräften wird finanziell mit verschiedensten Instrumenten gefördert (eine Übersicht dazu z. B. hier). Die Reform des Aufstiegs-BAföG (ehemals: Meister-BAföG) bringt nun Verbesserungen u. a. bei der finanziellen Förderung für den Unterhalt, dem Zuschuss für den Lehrgang und für Prüfungsgebühren. Des Weiteren sind mehr Fortbildungen förderbar.

 

In eigener Sache: KOWA und Plan B(eruf) bei Instagram

Die KOWA Leipzig und Plan B(eruf) haben ihre Kanäle erweitert: Wir sind nun auch auf Instagram www.instagram.com/kowa_leipzig aktiv. Hier geben wir u. a. nützliche Infos für Studienzweifler*innen und -abbrecher*innen, Auszubildende, Unternehmen und Multiplikatoren weiter. Ein Blick und ein Abo lohnt sich!

 

Für einen nachdenklichen Moment empfehlen wir das Gedicht „Die Corona-Lehre“.

DIE CORONA-LEHRE

Quarantänehäuser spriessen,
Ärzte, Betten überall,
Forscher forschen, Gelder fliessen –
Politik mit Überschall.
Also hat sie klargestellt:
Wenn sie will, dann kann die Welt.
Also will sie nicht beenden
Das Krepieren in den Kriegen,
Das Verrecken vor den Stränden
Und dass Kinder schreiend liegen
In den Zelten, zitternd, nass.
Also will sie. Alles das.

Thomas Gsella

(09.09.2019)

Kurzbeschreibung: Generation Praktikum: Ob Pflichtpraktikum im Studium, Praxissemester oder freiwilliges Praktikum zur Orientierung, immer mehr Studierende arbeiten eine Zeit lang im Unternehmen mit. Welche Praktikumsformen gibt es? Welche Rechte habe ich im Praktikum? Welche arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Bedingungen gibt es und was muss ich dabei beachten? Wo kann ich mich über Praktikumsplätze informieren? Was ist beim Praktikumsvertrag wichtig und wie kann ich die Verknüpfung von Theorie und Praxis und gute Lernerfolge sicherstellen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen wir uns im Workshop.

Referentin: Isabella Rogner, IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der IG Metall.

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