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(Donnerstag, 23.05.2019)

Kurzbeschreibung: Häufig hängt das Gehalt nicht nur vom Abschluss und der Note ab. Welches Einstiegsgehalt ist eigentlich branchen- und regionsüblich? Welche Rolle spielen Tarifverträge – und worauf sollte ich noch bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers achten? In diesem Workshop besprechen wir alles, was beim Berufseinstieg wichtig ist: der aktuelle Arbeitsmarkt für Akademiker, Tipps für das Vorstellungsgespräch und die Gehaltsverhandlung, Informationen über Einstiegsgehälter, Tücken beim Arbeitsvertrag und mehr. Die Inhalte des Workshops im Überblick:

  • • Worauf sollte ich bei einem Vorstellungsgespräch Wert legen?
    • Welche Rechte und Pflichten habe ich als Arbeitnehmer/in?
    • Wie setzt sich ein Jahresgehalt zusammen?
    • Was muss ich beim Arbeitsvertrag beachten?

Referentin: Isabella Rogner, IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der IG Metall.

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Einsatzbereich & Inhalte
Wer sich schon in der Schule für Naturwissenschaften interessiert hat und sich als geduldig und sorgfältig beschreiben würde, für den*die kommt der Beruf des*der Biologielaborant*in in Frage. Seine*Ihre Versuchs- und Beobachtungsobjekte sind Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie prüfen beispielsweise den Einfluss von Medikamenten auf Kreislauf, Gewebe und Körperflüssigkeiten mit Hilfe von Mikroskopen und Zentrifugen, sie züchten Zellen auf speziellen Nährböden oder sezieren und untersuchen Parasiten. Außerdem halten und beobachten sie – unter Einhaltung der Tierschutzbestimmungen – Versuchstiere. Bei den molekularbiologischen, biochemischen sowie gentechnischen Versuchsabläufen werden auch komplexe elektronische Messgeräte eingesetzt und die Untersuchungsdaten mit Hilfe von EDV-Systemen erfasst und ausgewertet.
Die Arbeit des*der Biologielaborant*in findet hauptsächlich im Labor statt, zum Teil auch in Büroräumen. Er*Sie ist im öffentlichen Gesundheitswesen, in Krankenhäusern, an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie bei Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelherstellern beschäftigt. In Abhängigkeit von den betrieblichen Gegebenheiten erwirbt er*sie Spezialkenntnisse und -fertigkeiten und wenden diese in den Bereichen der Grundlagenforschung, der Arzneimittelforschung und -entwicklung an, aber auch in anderen Bereichen, wie z. B. der Diagnostik oder des Pflanzenschutzes.

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?
Aufgrund bereits vielfältig erworbener Kenntnisse in Bezug auf die Untersuchung von Blutbestandteilen, die Eigenschaften und Reaktionen von Stoffen sowie das Anwenden von Analyseverfahren sind Studienabbrecher*innen der Fächer Biologie, Chemie und Physik besonders für diese Ausbildung geeignet. Bereits erworbene Fähigkeiten in Bezug auf Auswertungen von Versuchen und statistische Berechnungen können ehemaligen Mathematik- und Statistikstudierenden zugutekommen. Aber auch Studienabbrecher*innen z. B. der Fächer Biomedizin, Pharmazie, Ökotrophologie/Ernährungswissenschaften, Umwelttechnik, Zoologie, Botanik, Biochemie, Molekularbiologie und Verpackungstechnik stellen aufgrund von Überschneidungen im Curriculum eine interessante Zielgruppe für den Beruf dar.

Voraussetzungen

Naturwissenschaftliches Verständnis: Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern sowie gute Noten darin

  • Forschergeist: Neugier, Geduld und Ausdauer
  • Manuelles Geschick: Sorgfalt, Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und gute Beobachtungsgabe
  • Technisches Verständnis: Warten der Laborgeräte und -einrichtungen
  • IT- und Englisch-Kenntnisse sind von Vorteil

Achtung: Man sollte nicht empfindlich oder allergisch gegenüber Lösungsmitteln oder anderen chemischen/ biologischen Stoffen sein.

Und: Ohne Teamwork geht es nicht!


Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsentgelt: 978 – 1.027 Euro im ersten, 1.041 – 1.121 Euro im zweiten, 1.090 – 1.184 Euro im dritten und 1.134 – 1.267 Euro im vierten Ausbildungsjahr (beispielhafte Ausbildungsvergütung aus dem Berufenet der Agentur für Arbeit) Die Höhe ist abhängig vom Bundesland, vom Ausbildungsbereich und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet. Außerdem kommt es darauf an, ob ein Tarifvertrag gilt.
  • Berufsschule: Blockunterricht
  • Kammerzugehörigkeit: IHK

 

Digitalisierungsfaktor
3 von 5


Perspektiven

Arbeitszeiten: Je nach Einsatzbereich kommen die Standardarbeitszeiten (ca. 8 – 17 Uhr) in Frage, aber auch Schichtdienste sind möglich. Zum Teil gibt es auch die Option auf familien- und freizeitfreundliche Flexibilität/ Gleitzeit.  

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Die Einstiegsgehälter variieren sehr breit je nach Bundesland, Branche und ob das Unternehmen tarifgebunden ist und können zwischen 2.000 und 3.100 Euro liegen. In einem tarifgebundenen Unternehmen in der Pharma- und Chemiebranche kann z. B. mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung gerechnet werden (2.500-3.100 Euro), während der Öffentliche Dienst darunter liegt (2.000-2.500 Euro).

Arbeitsplatzsicherheit: Eine Arbeit in diesem Bereich gilt als zukunftssicher.

Entwicklungspotential: Neben der grundsätzlichen Möglichkeit, sich noch einmal für ein Studium, z. B. der Biologie, zu entscheiden, gibt es verschiedene Aufstiegsweiterbildungen, um beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. So gibt es bspw. den Industriemeister im Bereich Chemie oder Pharmazie, aber auch die Technikerweiterbildung in verschiedenen Richtungen wie Biotechnik, Chemietechnik und Umweltschutztechnik. Mit der Weiterbildung zum Technischen Fachwirt wird kaufmännisches Fachwissen erworben. 


Ein typischer Arbeitstag im 1. Ausbildungsjahr…

…7:30 Uhr 10 Minuten früher da, einstechen. Es finden sich alle im Seminarraum ein, wo die Ausbilderin erzählt, was heute auf dem Programm steht. Im Laufe des Tages können jedoch noch Aufgaben hinzukommen. Sind vor Arbeitsbeginn theoretische Grundlagen erforderlich, nehmen wir diese noch einmal durch. Anschließend werden die Versuchsprotokolle ausgeteilt.

…8:30 Uhr Im Vorfeld der Versuche rechnen wir anhand der Protokolle durch, welche Chemikalien wir dazu brauchen. Wir arbeiten alleine oder in Zweier-Teams. Je nachdem wie die Versuche durchzuführen sind, organisieren wir die dazu benötigten Chemikalien und Geräte und arbeiten das Protokoll ab.

…09:30 Uhr Frühstückspause gemeinsam mit den anderen im Seminarraum  

…10:00 Uhr Das Protokoll wird weiter abgearbeitet. Bei Fragen ist die Ausbilderin im Labor oder in ihrem Büro jederzeit ansprechbar.

…12:00 Uhr Mittagspause in der Kantine

…12:30 Uhr Der Versuch wird beendet und die Chemikalien und Geräte werden aufgeräumt oder gereinigt. Anschließend werden die Messwerte in das Laborbuch notiert. Danach geht es wieder zurück in den Seminarraum.

…14:30 Uhr Das Protokoll für den Versuch wird angefertigt und bei der Ausbilderin abgegeben. Diese schaut bereits während der Anfertigung immer mal wieder darauf und gibt Tipps.

…16:30 Uhr Feierabend!

Azubi
Foto: Rainer Preisler

Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Labor-Bereich

Interessierte am Labor-Beruf haben neben der Ausbildung zur*zum Biologielaborant*innen die Wahl zwischen Chemielaborant*in, Lacklaborant*in, Milchwirtschaftlicher Laborant*in, Physiklaborant*in und Textillaborant*in.

Quellen und weitere Informationen

  • www.leipzig.ihk.de/unternehmen/geschaeftsfelder/ausbildung-und-weiterbildung/erstausbildung-umschulung/berufe-von-a-bis-z/biologielaborant-in
  • ta.planet-beruf.de/tagesablauf-biologielaborant-in#101429
  • www.youtube.com/watch?v=CnWFhDo_BXQ („Biologielaborant – Ausbildung – Beruf“ auf dem Kanal des Bayrischen Rundfunks)
  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/6322.pdf
  • www.azubiyo.de/berufe/biologielaborant/gehalt
  • www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Berufsbilder/biologielaborant.html

(02.12.2013)

Folie 2

Die Frage, warum es weniger Frauen in Führungspositionen gibt, ist nicht nur eine Geschlechter- sondern auch eine Organisationsfrage. Meist werden in diesem Zusammenhang die strukturellen Gegebenheiten, die Frauen auf dem Weg in Führungspositionen behindern, diskutiert. Doch wie und durch wen können hinderliche Strukturen verändert werden? Wir haben in unserer Veranstaltung den Einfluss von Führungskräften und EntscheidungsträgerInnen auf die gegebenen Strukturen in den Fokus der Diskussion rücken und folgende Aspekte des Themas aufgreifen:

Aufstiegsförderliches Verhalten von Führungskräften – gibt es geschlechtsspezifische Besonderheiten?
Referentin: Dipl.-Psych. Sabine Korek vom Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Leipzig

Möglichkeiten und Grenzen der Personal- und Führungskräfteentwicklung an Hochschulen - Was kann eine Kanzlerin strukturell bewirken?
Referentin: Prof. Dr. Swantje Heischkel | Kanzlerin der HTWK Leipzig

Eindrücke:

aufstiegskompetenz    yes she can

gespraechsrunde    publikum

(30.06.2014)

Folie 2

Die Veranstaltung „"Gläserne Decke" oder freie Entscheidung – Warum gibt es so wenige Professorinnen?" war die dritte von drei Veranstaltungen in der Reihe "Geschlecht Macht Wissenschaft".

Wie auch in vielen anderen Arbeitsbereichen gibt es im Wissenschaftssystem mit jedem weiteren Schritt auf der Karriereleiter weniger Frauen. Erschwerend kommt hier jedoch hinzu, dass es neben den Professuren kaum unbefristete Stellen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen gibt. Die Folge: Frauen steigen langfristig gesehen aus der Wissenschaft aus (Stichwort „leaky pipeline“), Potenzial geht verloren, viele Wissenschaftsdisziplinen sind stark männlich geprägt. Gleiche Chancen für Männer und Frauen scheinen derzeit in der Wissenschaft nicht gegeben zu sein, sieht man sich die Zahlen an. Obwohl auf politischer Ebene Einigkeit darüber herrscht, dass das geändert werden muss, ist man sich in der Frage, wie der Weg dahin aussehen soll und wie weitreichend die verschiedenen Instrumente eingreifen dürfen weniger einig. Vieles bleibt der Selbstverwaltung der Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen überlassen. Wir haben in unserer Veranstaltung diskutiert, welche Instrumente Erfolg versprechend sind bzw. warum bestimmte Maßnahmen nur sehr langsam (oder in geringem Maße) Erfolge zeigen, welche Akteure eingebunden werden müssen und inwiefern ein Kulturwandel im Wissenschaftssystem aussehen müsste um zu geschlechtergerechten Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen zu kommen.

Referent(inn)en:

  • Prof.in Dr. Anne Schlüter, Professorin für Weiterbildung und Frauenbildung an der Universität Duisburg-Essen und Sprecherin des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW
  • Sonja Staack, Referentin im Vorstandsbereich Hochschule und Forschung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)

Eindrücke:

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(08./09.12.2016)

Die Bundesarbeitsgemeinschaft, kurz BAG, ist ein informeller Zusammenschluss gewerkschaftsnaher Kooperationsstellen zum Zweck des inhaltlichen, organisatorischen und politischen Austausches, der Zusammenarbeit und auch der Weiterentwicklung des Kooperationskonzepts. Es existieren ca. 15 Kooperationsstellen in der Bundesrepublik Deutschland. Mindestens einmal im Jahr treffen sich die Kooperationsstellen um miteinander und mit Vertreter*innen der Hans Böckler Stiftung, des DGB und der Einzelgewerkschaften aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsame Vorhaben zu entwickeln. Im Jahr 2016 fand die Jahrestagung in Leipzig statt.

Programm

Weitere Informationen zur BAG finden Sie hier
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