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Einsatzbereich & Inhalte

Der Beruf Mechatroniker*in ist für diejenigen genau das Richtige, die gerne an Maschinen herumschrauben und mit technischen und elektronischen Geräten umgehen. Mechatroniker*innen sind rundum fit für die technischen Entwicklungen der Zukunft, denn sie arbeiten an der Schnittstelle von Mechanik, Elektronik und Informatik. Ihre Aufgaben umfassen beispielsweise:

  • den Zusammenbau und die Installation von Baugruppen und Komponenten zu Maschinen und Systemen
  • das Programmieren und in Betrieb nehmen von Anlagen
  • Fehlersuche bei und Instandsetzung von Anlagen
  • das Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen.

Mechatroniker*innen arbeiten in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus, in der Automatisierungstechnik, in der Medizintechnik und im Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbau. Ihr Arbeitsplatz befindet sich in Werkstätten oder Werkhallen. Sofern Anlagen für Kunden gebaut werden, weisen Mechatroniker*innen diese in die Bedienung ein. Je nach Kundenstamm ist ein bundesweiter oder internationaler Einsatz auf Montagebaustellen oder im Servicebereich möglich. Mechatroniker*innen sind die Allrounder von den Berufen in der Metall- und Elektroindustrie.      

 

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Mechatroniker*in ist ein vielseitiger und zukunftsorientierter Beruf. Er bietet viel Potential für Weiterentwicklung, vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeitswelt. Studierende aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Mathematik, Physik und Informatik können ihr Vorwissen gut einsetzen. Die Arbeit mit den Händen und der Erwerb von handwerklichen Fähigkeiten ist attraktiv.

 

Voraussetzungen

  • Technisches Verständnis
  • Interesse an Elektronik und Informatik
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliche Geschicklichkeit und gute Auge-Hand-Koordination
  • Umsicht und Sorgfalt
  • Teamfähigkeit

 

Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 1. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 810 (Handwerk*), € 976 bis € 1.047 (Industrie*); 2. Ausbildungsjahr: € 710 bis € 860 (Handwerk*), € 1.029 bis € 1.102 (Industrie*); 3. Ausbildungsjahr: € 760 bis € 960 (Handwerk*), € 1.102 bis € 1.199 (Industrie*); 4. Ausbildungsjahr: € 820 bis € 1.060 (Handwerk*), € 1.141 bis € 1.264 (Industrie*)
    *je nach Bundesland unterschiedlich [Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/2868.pdf]
  • Berufsschule: Berufliches Schulzentrum Delitzsch
  • Kammerzugehörigkeit: IHK oder Handwerkskammer

 

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 

Perspektiven

  • Arbeitszeiten: durchschnittlich 40 Stunden wöchentlich, im Normalfall werktags, je nach Unternehmen und Branche ist Schichtarbeit möglich
  • Arbeitsplatzsicherheit: Mechatroniker*in ist ein stark nachgefragter Mangelberuf, der aufgrund der technischen Entwicklungen auch in Zukunft gefragt sein wird.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Das Einstiegsgehalt liegt zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Die Höhe des Gehaltes variiert ja nach Wirtschaftsbereich, Region und Unternehmen.
  • Entwicklungspotential: Während der Ausbildung kann eine Zusatzqualifikation erworben werden. Aufgrund des stetig wachsenden Einsatzes von kollaborierenden Robotern und der Entwicklungen in den Bereichen Mechatronik, Robotik, SPS-Technik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik werden für Mechatroniker*innen eine Vielzahl an Aufstiegs- und Anpassungsweiterbildungen angeboten. Weiterbildungen, wie zum Beispiel zum*zur Industriemeister*in der Fachrichtung Mechatronik oder zum*zur Techniker*in der Fachrichtung Maschinentechnik, ermöglichen einen Aufstieg in Führungspositionen.

 

Ein typischer Arbeitstag im 2. Lehrjahr…

… 06:00 Uhr: Heute ist mein erster Tag in der Hydraulikabteilung, in der ich für die nächsten 4 Wochen eingesetzt bin. Mein Ausbilder stellt mich dem dortigen Teamleiter und dann den anderen Kolleginnen und Kollegen vor. Anschließend zeigt er mir die Abteilung. Heute sollen die Hydrogeräte an den Schienenfahrzeugen gewartet werden. Dies ist Teil der Hauptuntersuchung. Hydrogeräte steuern die hydraulischen Bremsen. Dabei kann ich meine Kollegen schon mit kleinen Aufgaben, die ich selbständig bearbeite, unterstützen. 

… 08:00 Uhr: Gemeinsame Frühstückspause. Ich lerne noch weitere neue Kolleginnen und Kollegen der Hydraulikabteilung kennen und werde herzlich begrüßt.

… 08:30 Uhr: Nach der Frühstückspause geht es weiter. Da ich die kleinen Aufgaben sehr gut gelöst habe, darf ich in Zusammenarbeit mit dem Teamleiter mein erstes Hydrogerät ausbauen, überprüfen und auseinandernehmen. Danach müssen alle Teile grundgereinigt werden und die verschlissenen ausgetauscht werden.

… 11.30 Uhr: Wir gehen gemeinsam in die Mittagspause und essen in der Kantine.

… 12:00 Uhr: Nach der Mittagspause bauen wir das Hydrogerät wieder zusammen und schließen es zur Überprüfung an.

…  15:00 Uhr: Feierabend. Ich freue mich, heute so viel in der neuen Abteilung kennengelernt zu haben und freue mich auf den morgigen Tag. Ich werde lernen, wie die Hydraulikleitungen, welche unter den Schienenfahrzeugen liegen, zu biegen und anzupassen sind. Da gibt es einige verrückte Winkel zu beachten.

 

Mögliche weitere technische Ausbildungsberufe:

z. B. Anlagenmechaniker*in, Mechatroniker*in für Kältetechnik, Elektronanlagenmonteur*in, Elektroniker*in für Maschinen und Antriebstechnik, Fluggerätelektroniker*in, Fluggerätmechaniker*in, Elektroniker*in für Automatisierungstechnik, Informationselektroniker*in, Kraftfahrzeugmechatroniker*in, Land- und Baumaschinenmechatroniker*in, Zweiradmechatroniker*in

 

Quellen und weitere Informationen

  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=2862
  • planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/berufe-von-a-z/ausbildungsberufe-m/mechatronikerin
  • www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Berufsbilder/mechatroniker.html
  • www.ausbildung.de/berufe/mechatroniker/gehalt
  • www.ausbildung-me.de/mechatroniker-in
  • handwerk.de/berufsprofile/mechatroniker-in

                                                                                                                               

Meldungen aus der Kooperationsstelle Leipzig

Beratung im Projekt Plan B(eruf) für Studienabbrecher*innen jetzt online

2020 05 Aktuelle Beratungssituation klein

Auch die Arbeit in unserem Projekt „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ wurde durch die Corona-Krise kräftig durcheinandergebracht. Mittlerweile konnten wir uns neu strukturieren und an die neuen Bedingungen anpassen. Dazu gehört, dass die Beratung für Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen online stattfindet und zwar in Form von Video-Chats. Viele der üblicherweise in der Beratung eingesetzten Methoden und Materialien können auch hier genutzt werden. Daneben werden auch die Möglichkeiten der telefonischen und der E-Mail-Beratung genutzt. Auf Wunsch gibt es nun wieder Beratungen vor Ort in der Nikolaistraße 6-10 – natürlich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen. 

Für eine individuelle Terminvereinbarung bitte eine E-Mail an Sandy Mann: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Neue Broschüre „Unterstützungskompass“ zum Thema Ausbildung

Unterstützungskompass

Im Rahmen unseres Projekts „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ ist eine neue Broschüre entstanden, die Unternehmen in der Region Leipzig helfen soll, das richtige Beratungs- und Unterstützungsangebot zu finden. Unternehmen, die ausbilden möchten und grundlegende Fragen dazu haben oder auch solche, die bereits ausbilden und ihr Angebot attraktiver gestalten möchten, finden hier zahlreiche Anlaufstellen mit den jeweiligen Beratungsinhalten und Kontaktdaten. Die Broschüre kann hier kostenlos in einer barrierefreien Version heruntergeladen werden: https://kowa-leipzig.de/images/KOWA_Unterstutzungskompass_WEB_v2.pdf


KOWA Leipzig nun auch auf Instagram

Nun gibt es noch eine weitere Möglichkeit, unsere Arbeit zeitnah zu verfolgen – wir haben einen Instagram Account: [www.instagram.com/kowa_leipzig/]. Und wer unsere Facebook-Seiten noch nicht kennt, dem seien auch diese noch einmal empfohlen: [www.facebook.com/kowaleipzig, www.facebook.com/studienabbruch]

 

Meldungen aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen

“Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie” – Geschichte und Arbeitsweisen von Kooperationsstellen

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Wer wissen will, wie Kooperationsstellen entstanden sind und wie sie arbeiten, dem sei das neue Arbeitsmaterial der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen (BAG) ans Herz gelegt. Dr. Klaus Kock, selbst langjähriger Mitarbeiter im Forschungsbereich „Kooperation Wissenschaft Arbeitswelt“ an der TU Dortmund, arbeitet auf 14 Seiten die Entstehung auf, stellt verschiedene Beispiele aus der Arbeit von Kooperationsstellen vor und diskutiert, wie sich Kooperationsstellen in die Third Mission der Hochschulen einfügen. Das Arbeitsmaterial steht als kostenloses Download auf der Homepage der BAG unter https://www.kooperationsstellen.de/material/ zur Verfügung. Außerdem erscheint der Aufsatz demnächst in den AK-Beiträgen der Arbeitskammer des Saarlandes.


Kooperationsstelle Göttingen: Abschlusstagung CollaboTeam als virtueller Workshop

Logo collaboTeam

Aktueller denn je in Zeiten von Corona, Homeoffice und Social Distancing ist die Frage, wie die Arbeit mit Kollaborationsplattformen unsere Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit in Teams verändert, welche Herausforderungen es dabei gibt und wie sich gute Arbeit unter diesen Bedingungen gestalten lässt. Das vom BMBF geförderte Projekt CollaboTeam, an dem unter anderem die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Georg-August-Universität Göttingen beteiligt war, hat sich seit längerer Zeit mit solchen Fragen beschäftigt und stellt nun in einem virtuellen Abschluss-Workshop Ergebnisse und Erfahrungen vor. Weitere Informationen sind hier zu finden.


Newsletter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen

Wer mehr über die Arbeit von Kooperationsstellen auch in anderen Bundesländern wissen möchte, abonniert am besten den zwei Mal jährlich erscheinenden Newsletter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen. Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2020. Wer schneller informiert werden möchte, kann den RSS-Feed der Seite www.kooperationsstellen.de abonnieren.

 

Meldungen aus den Hochschulen

HTWK stellt ihr Beratungs- und Unterstützungsangebote vor

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) stellt seit kurzem ihre Beratungsangebote und Anlaufstellen übersichtlich auf einer Seite vor. Zielgruppe sind nicht nur Studierende und Studieninteressierte der HTWK, sondern z. B. auch Beschäftigte, Unternehmen und Medienvertreter*innen, die sich auf diese Weise einen schnellen Überblick über die passenden Ansprechpartner*innen verschaffen können. Auch das Projekt Plan B(eruf) der KOWA Leipzig für Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen ist dort zu finden. [https://www.htwk-leipzig.de/beraten/]


Hochschulen im digitalen Semester

Durch die corona-bedingte Einstellung des Präsenzbetriebs an den Hochschulen wurde ein großer Teil der Lehrveranstaltungen in den virtuellen Raum verlegt – eine Herausforderung für alle Beteiligten mit noch ungewisser Dauer. Erste Zahlen und weitere Informationen lassen sich auf den Seiten der Universität Leipzig [https://www.uni-leipzig.de/universitaet/service/uni-leipzig-digital/] und der HTWK Leipzig [https://idll.htwk-leipzig.de/digital-distanzlehre/] finden.

Viele Studierende haben neben den veränderten und nicht immer einfachen Studienbedingungen auch damit zu kämpfen, dass sie ihren Nebenjob und damit in vielen Fällen ihre Existenzgrundlage verloren haben. Eine Fortführung des Studiums ist so nicht möglich. Nun soll es Überbrückungshilfen geben, doch diese stehen – abgesehen davon, dass sie noch nicht beantragbar sind, von Seiten der Studierendenvertretungen in der Kritik, ebenso wie die bisher ermöglichten Bildungskredite. Weitere Informationen bietet unter anderem die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) auf ihrer Homepage: https://www.kss-sachsen.de/pm_20_20


Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken

Nicht nur die Corona-Pandemie stellt die Hochschulen und ihre Beschäftigten vor Herausforderungen. In der Diskussion ist derzeit auch die Verwendung der Gelder aus dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken, der in der Nachfolge des Hochschulpakts ab 2021 die Qualität von Lehre und Studium flächendeckend und vor allem dauerhaft verbessern soll [https://www.bmbf.de/de/zukunftsvertrag-studium-und-lehre-staerken-9232.html].

Gerungen wird hier unter anderem um die Entfristung von Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau, der bundesweit zu über 90 Prozent auf befristeten Stellen – und damit aus Sicht des Einzelnen prekären Stellen – beschäftigt ist. In der Lehrerbildung an der Universität Leipzig geht es dabei derzeit auch um die Frage, wie stark Lehre und Forschung zukünftig miteinander verknüpft bleiben. Eine Stellungnahme der Studierendenschaft und des akademischen Mittelbaus der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät setzt sich mit der Problematik auseinander und stellt Forderungen auf: https://stura.uni-leipzig.de/fsr-ewi/doc/gemeinsame-stellungnahme-des-akademischen-mittelbaus-und-der-studierendenschaft-der   

 

Meldungen aus den Gewerkschaften

Linksammlung: Informationen für Beschäftigte zur Corona-Krise

Seit Beginn der Corona-Krise gibt es viele neue Fragen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund um Themen wie Homeoffice, Kurzarbeit, Arbeitsschutz und ähnliches zu klären. Die Gewerkschaften haben umfangreiche FAQ-Seiten und Linksammlungen zusammengestellt, auf denen Beschäftigte sich informieren können. Hier eine Auswahl mit zum Teil branchenspezifischen Informationen:

  • DGB: https://www.dgb.de/themen/++co++fdb5ec24-5946-11ea-8e68-52540088cada
  • ver.di: https://www.verdi.de/themen/recht-datenschutz/++co++37f4d360-58b0-11ea-8408-525400b665de
  • GEW: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-das-coronavirus-fuer-die-bildungseinrichtungen-bedeutet0/
  • IG Metall: https://www.igmetall.de/service/ratgeber/coronavirus-was-arbeitnehmer-jetzt-wissen-sollten

Einsatzbereich & Inhalte
Vermessungstechniker*innen führen Geländevermessungen von geografischen Lagen durch, d. h. sie erfassen millimetergenau Messdaten. Für die Bestimmung der Geodaten werden an vorhandenen Vermessungspunkten Messgeräte wie Tachymeter oder GPS-Geräte eingesetzt. Die Vermessung aus der Luft erfolgt mit einer Drohne. Neben der Arbeit im Freien besteht die Aufgabe von Vermessungstechniker*innen darin, die gewonnenen Daten im Büro in den PC zu überführen und entweder neue Ergebnisse für ein Projekt auszuwerten oder vorhandene Daten zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren. Benötigt werden die Messdaten bspw. für Daten-/Kartenmaterial, Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Stadtteilpläne oder die Erstellung von dreidimensionalen Darstellungen von Gebäuden. Sie arbeiten unter anderem mit Geoinformationssystemen oder mit CAD-Programmen.  Einsatzbereiche sind Landesvermessungs­ämter, kommunale Kataster-­ und Vermessungsämter, Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaften sowie Vermessungs-­ und Ingenieurbüros. Neben der allgemeinen Ausbildung zum Vermessungstechniker gibt es auch Vermessungstechniker*in mit der Spezialisierung Bergvermessung, wobei diese Ausbildung eher selten angeboten wird.


Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Die technische Ausrichtung des Berufes ist insbesondere für Studienabbrecher*innen aus den MINT- Bereichen attraktiv. Besonders gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind gefragt, aber auch ein grundlegendes technisches Verständnis und Vorkenntnisse in diesem Bereich erleichtern die Ausbildung.

Voraussetzungen

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination
  • Motivation zum Außendienst
  • Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution

 
Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 1. Ausbildungsjahr: 643 Euro (Ingenieurbüros), 1.018 Euro (öffentlicher Dienst); 2. Ausbildungsjahr: 806 Euro (Ingenieurbüros), 1.068 Euro (öffentlicher Dienst); 3. Ausbildungsjahr: 967 Euro (Ingenieurbüros), 1.114 Euro (öffentlicher Dienst) (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/77495.pdf)
  • Berufsschule: BSZ Bau und Technik Dresden, ab dem 2. Ausbildungsjahr Berufsbildende Schulen „Otto von Guericke“ in Magdeburg
  • Kammerzugehörigkeit: IHK

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5


Perspektiven

  • Arbeitszeiten: werktags zu normalen Bürozeiten, aber auch Montagetätigkeit möglich  
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es gibt freie Stellen. Häufig werden die Auszubildenden von dem Ausbildungsunternehmen übernommen.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Die Einstiegsgehälter variieren je nach Bundesland, Branche und ob das Unternehmen tarifgebunden ist. Im öffentlichen Dienst beträgt es ca. 2.200 Euro, in der freien Wirtschaft 1.600–2.400 Euro.
  • Entwicklungspotenzial: Mögliche Spezialisierungen sind z.B. Geografie, Geologie, Kartografie, Bergbau, aber auch Bereiche wie Liegenschaftsverwaltung, Außendienst oder Dokumentation von Geodaten. Eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker*in oder ein Studium der Vermessungstechnik, Geoinformation oder Ingenieurwesen können angeschlossen werden. Eine selbständige Tätigkeit ist ebenfalls möglich.


Ein typischer Arbeitstag…

…07:00 Uhr: Ich treffe mich mit meiner Ausbilderin im Büro. Sie erklärt mir kurz den heutigen Auftrag. Es geht um die Vermessung der Grenzen eines Flurstücks, auf dem ein Kindergarten errichtet werden soll. Es gibt zwar bereits einen Plan, aber der ist schon so alt, dass eine Neu-Vermessung notwendig ist. Wir packen die notwendigen Materialien und Messgeräte ein und fahren zum Einsatzort. Es handelt sich um ein Grundstück am Rande eines Wohngebiets. Heute haben wir Glück mit dem Wetter, es ist leicht bewölkt und nicht zu kalt.

…07:30 Uhr: Bevor wir mit dem Aufbauen der Geräte beginnen, ziehen wir zuerst unsere Warnwesten an, damit uns die anderen Verkehrsteilnehmer sehen.

…08:00 Uhr: Wir suchen die erste Grenzmarkierung, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da sie etwas zugewachsen ist. Für die Ausrichtung des Messgerätes brauchen wir ein flaches Areal, so dass wir zunächst damit beschäftigt sind, den Boden um die Vermarkung zu ebnen. Dann ist alles soweit vorbereitet: Das Messgerät ist ausgerichtet und ich gehe mit dem Prisma zum nächsten Messpunkt, der sich leicht finden lässt. Er ist ca. 10m entfernt. Meine Ausbilderin erfasst die Entfernung zwischen Messgerät und Prisma und wandert mit dem Messgerät zur nächsten Vermarkung. Das Messgerät ist ganz schön schwer, wir wechseln uns mit dem Tragen ab. So arbeiten wir uns Punkt für Punkte voran und messen sowohl rückwärts als auch vorwärts messen.

…09:30 Uhr: Eine kurze Frühstückspause tut nach dem 1,5h konzentriert arbeiten sehr gut.

…09:45 Uhr: Auch den zweiten Teil des Vormittags verbringen wir damit, das Flurstück zu vermessen, wobei es sich langsam zuzieht und es zu nieseln anfängt. Dennoch müssen wir heute mit der Messung fertig werden. Insgesamt gibt es 18 Grenzmarkierungen und jedes Mal muss geprüft werden, ob der Boden eben genug ist.

…12:15 Uhr: Wir haben es geschafft und packen unsere Messgeräte und Materialien wieder ein.

…13:00 Uhr: Zurück im Büro gibt es mit den anderen Kollegen eine Mittagspause. Heute passt es, aber ist auch schon vorgekommen, dass wir erst nachmittags von der Vermessung wiedergekommen sind.

…13:45 Uhr: Gemeinsam mit meiner Ausbilderin werte ich die Daten am PC aus. Dafür nutzen wir ein Rechenprogramm mit integrierter Grafik und stellen fest, dass die aktuellen Werte noch exakt mit den vorliegenden Werten übereinstimmen. Glück gehabt. Damit sind wir so lange beschäftigt, dass ich gar nicht mitbekomme, dass es bereits…

…16:00 Uhr ist: Feierabend nach einem langen und ereignisreichen Tag.


Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Vermessungstechnik
Vermessungstechniker*innen Fachrichtung Bergvermessung, Beamter/-in im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst, Bauzeichner*in, Geomatiker*in, Baustoffprüfer*in Schwerpunkt Geotechnik


Quellen und weitere Informationen

  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/77495.pdf
  • https://www.lds.sachsen.de/ausbildung/?ID=13239&art_param=855
  • https://www.bildungsmarkt-sachsen.de/berufelexikon/berufsbild/beruf/vermessungstechniker-vermessung/id:100020100000010756
  • https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/8971
  • https://www.ausbildung.de/berufe/vermessungstechniker/
  • https://www.azubi.de/beruf/ausbildung-vermessungstechniker
  • https://abi.de/ausbildung/ausbildungsreportagen/it/vermessungstechnikerin-tagesab015532.htm
  • https://www.bdvi.de/de/karriere/ausbildung

Einsatzbereich & Inhalte
Kaufleute für Büromanagement sind Allroundtalente, die in fast allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt werden. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind unter anderem die kaufmännische Steuerung und Kontrolle im Unternehmen. Kaufleute für Büromanagement übernehmen vielfältige Verwaltungsaufgaben. Die Koordination und Überwachung von Terminen, das Vorbereiten von Geschäftstreffen oder die Beantwortung von Kundenanfragen gehören ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Beschaffung von Büromaterial, Zuarbeit bei einer Auftragsabwicklung oder die Organisation von Dienstreisen. Als Kaufmann*-frau für Büromanagement organisiert man Arbeitsvorgänge und gestaltet Büroprozesse. Tätigkeiten im Personalmanagement und Marketing gehören ebenso zum Berufsbild. Auch das Erstellen von Präsentationen und die Arbeit mit Tabellenprogrammen können Teil der Tätigkeit sein.

Um alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen, bewahren Kaufleute für Büromanagement allzeit die Kontrolle, auch in stressigen Situationen.

Die Arbeit findet überwiegend im Büro statt. Einsatzgebiete sind Wirtschaftsunternehmen, die öffentliche Verwaltung, aber auch Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen. 


Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?
Die vielfältigen Aufgaben erfordern eine selbstständige Arbeitsweise, ein gutes Zeitmanagement sowie Organisationsfähigkeiten. Diese Fähigkeiten sind auch in vielen Studienrichtungen wichtig, sodass Studienabbrecher*innen bereits Erfahrungen in der Selbstorganisation mitbringen. Die Arbeit mit Zahlen wird durch mathematische Kenntnisse aus einem bspw. wirtschaftswissenschaftlichen Studium unterstützt. Betriebswirtschaftliches Vorwissen kann auch ganz allgemein den Einstieg erleichtern. Auch ein sprachwissenschaftlicher Hintergrund ist von Vorteil, da ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie Fremdsprachenkenntnisse vor allem in international agierenden Unternehmen gefordert werden.


Voraussetzungen

  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Eine sorgfältige, strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
  • Ausgeprägtes kaufmännisches Denken
  • Ein (sehr) gutes Verständnis für Zahlen und Formeln
  • Sicherer Umgang mit dem Computer
  • Ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen


Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: Die Ausbildungsvergütung hängt stark davon ab, ob die Ausbildung im Handwerk oder im Bereich Industrie und Handel bzw. im Öffentlichen Dienst erfolgt: 1. Ausbildungsjahr: 500 – 952 Euro (Handwerk), 976 – 1.047 Euro (Industrie), 1.018 Euro (öffentlicher Dienst); 2. Ausbildungsjahr: 565 – 995 Euro (Handwerk), 1.029 – 1.102 Euro (Industrie), 1.068 Euro (öffentlicher Dienst); 3. Ausbildungsjahr: 600 – 1.067 Euro (Handwerk), 1.102 – 1.199 Euro (Industrie), 1.114 Euro (öffentlicher Dienst) (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/123266.pdf)
  • Berufsschule: 2 Tage pro Woche im 1. und 2. Lehrjahr, 1 Tag im 3. Lehrjahr, zuständige Berufsschulen in Leipzig sind die Arwed-Rossbach-Schule und die Gutenbergschule
  • Kammerzugehörigkeit: IHK Leipzig, HWK zu Leipzig

 
Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 
Perspektiven

  • Arbeitszeiten: Meist klassische Bürozeiten, ca. 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr; Gleitzeit oft problemlos möglich
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es bestehen gute Übernahmechancen bei entsprechendem Engagement. Da die Arbeit vielfältige Aufgabengebiete umfasst, werden Kaufleute für Büromanagement in unterschiedlichen Bereichen gesucht.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: ca. 1.800 Euro bis 2.400 Euro brutto, abhängig von Region, Betriebsgröße, Aufgabenübernahme im Unternehmen, Erfahrung und Qualifikation
  • Entwicklungspotenzial: Während der Ausbildung kann eine Zusatzqualifikation erworben werden. [Siehe auch: https://www.bibb.de/ausbildungplus/de/index.php; https://www.bibb.de/de/703.php und https://www.hwk-leipzig.de/artikel/kaufmaennische-zusatzqualifikation-fuer-lehrlinge-aller-gewerke-3,0,333.html]. Weiterbildungen durch den Ausbildungsbetrieb sind möglich. Das sind bspw. Computer-Zertifikate oder Fremdsprachennachweise. Darüber hinaus besteht nach der Ausbildung die Möglichkeit zur Fortbildung, z.B. als Fachwirt*in für Büro- und Projektorganisation oder als Betriebswirt*in für Kommunikation und Büromanagement, Fachwirt*in für Personaldienstleistung oder geprüfte*r Bilanzbuchhalter*in.


Ein typischer Arbeitstag in der Buchhaltung im 3. Lehrjahr…

… 8:00 Uhr: Ich komme im Büro an und erledige zu Beginn kleinere Aufgaben wie das Sortieren der Ablage, das Anlegen neuer Ordner, das Vernichten überflüssiger Dokumente. Danach hole ich die Belege aus den anderen Abteilungen und bearbeite sie in Absprache mit meinem Ausbilder. Ich überprüfe Rechnungen vom Lager, kontiere, prüfe Kassenabschlüsse und pflege Urlaubsanträge im System ein.

… 9:30 Uhr: Zum ersten Mal darf ich den Zahllauf durchführen. Diese Aufgabe ist zeitaufwendig und beinhaltet das Bezahlen von Eingangsrechnungen, das Verschicken von Avisen – also Rechnungs- oder Zahlungsankündigungen, die Beachtung von Skonti, das Sortieren und das Abheften von Rechnungen. Hier ist Sorgfalt und Organisation gefragt. Bei meinen Fragen stehen mir die anderen Kolleginnen und Kollegen der Buchhaltung zur Seite. Eine andere große Aufgabe, die mehrere Stunden umfassen kann, ist der Mahnlauf, bei dem Mahnungen für überfällige Rechnungen erstellt und verschickt werden.

…12:00 Uhr: Mittagspause mit den Kolleginnen und Kollegen

…12:30 Uhr: Nach der Pause stehen die Bankbuchungen an. Ich buche Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge. Die Aufgabe ist komplex, ich muss mit vielen Mitarbeiterinnen – auch aus anderen Filialen – Rücksprache halten. Sehr oft telefoniere ich dafür. Gewisse Posten müssen fehlerfrei sein, so dass ich konzentriert arbeite. Hier stehen mir wieder die Kolleginnen und Kollegen aus der Buchhaltung mit Rat und Tat zur Seite.

…15:30 Uhr: Es gibt immer noch kleinere Dinge zu erledigen, wie das Sortieren der Ablage und die Buchung von Prämien. Zum Glück können diese Aufgaben auch bis zum nächsten Tag liegen bleiben.

…16:30 Uhr: Ich bin noch nicht ganz fertig mit meiner Ablage, aber mein Ausbilder schickt mich in den Feierabend. Bevor ich gehe, räume ich noch meinen Arbeitsplatz auf und ich habe mir die Aufgaben notiert, die morgen erledigt werden müssen.


Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Kaufmann*-frau für Büromanagement

  • Industriekaufmann*frau
  • Kaufleute für Groß- und Außenhandel
  • Verwaltungsfachangestellte*r
  • Steuerfachangestellte*r
  • Kaufleute für Marketingkommunikation
  • Personaldienstleistungskaufleute


Quellen und weitere Informationen

  • www.ausbildung.de/berufe/kauffrau-fuer-bueromanagement
  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/123266.pdf
  • https://handwerk.de/berufsprofile/kaufmann-frau-für-büromanagement
  • planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/berufe-von-a-z/ausbildungsberufek/kaufmann-frau-bueromanagement/
  • www.leipzig.ihk.de/azubis/nach-der-ausbildung/

Plan B(eruf) auch weiterhin erreichbar

Postkarte Keine Panik


Auch wir vom Projekt Plan B(eruf) mussten aufgrund der aktuell geltenden Regelungen zum Schutz vor dem Corona-Virus komplett auf Heimarbeit umstellen. Das hält uns aber nicht davon ab, auch weiterhin bei Fragen oder Anliegen als Ansprechpartnerin zur Verfügung zu stehen. Beratungsanfragen richten Sie am besten direkt per E-Mail mit einer Telefonnummer, unter welcher wir Sie erreichen können, an uns. So ist es auch möglich, telefonisch in einen gemeinsamen Austausch zu treten.

Bild E Mail Adressen neu

Wir hoffen sehr, dass sich die Situation bald wieder entspannt und wir zeitnah auch wieder vor Ort agieren können. Zudem befinden wir uns weiterhin in der Planung von Weiterbildungs- veranstaltungen, Arbeitskreistreffen und weiteren Angeboten. Denn: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Sobald es neue Informationen gibt, teilen wir diese über bekannte Kanäle wie Website, Facebook oder Mailverteiler. Bis dahin wünschen wir Ihnen allen, dass Sie bei bester Gesundheit bleiben und die Zeit gut überstehen.

 

 
Was Azubis in der Corona-Krise wissen müssen

Aufgrund der Corona-Pandemie sind derzeit viele Arbeitnehmer*innen und Azubis verunsichert. Häufige Fragen betreffen momentan anstehende Prüfungen oder auch eine mögliche Gefährdung des Ausbildungsplatzes. Die DGB-Jugend hat dazu auf ihrer Homepage eine umfangreiche Fragen-Antwort-Sammlung angelegt. Wichtigster Hinweis auf diesen Seiten: Es wird allen Auszubildenden, die am Ende ihrer Ausbildung sind, empfohlen, einen Antrag auf Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses zu stellen! Der Antrag muss schriftlich beim Ausbildungsbetrieb eingehen!

Für individuelle Fragen steht zudem der Service www.dr-azubi.de bereit. Hier gibt es die Möglichkeit, sich mit Fragen rund um die Ausbildung direkt und anonym an eine*n Online-Berater*in zu wenden.

Gern können Sie sich auch mit uns in Verbindung setzen, sollten Sie gerade oder im Verlauf der nächsten Wochen einen Beratungsbedarf haben. Mit unserem Netzwerk unterstützen wir Sie gern.



Was ausbildende Unternehmen in der Corona-Krise wissen müssen

Viele ausbildende Unternehmen stehen in diesen Zeiten vor schwerwiegenden Fragen, die mitunter auch die Situation rund um ihre Auszubildenden, den Wegfall der Berufsschule oder die Verschiebung von Prüfungen anbelangt. Die Handwerkskammer zu Leipzig sammelt auf dieser Seite Informationen für Lehrlinge und Betriebe. Zudem wurden eine Corona-Hotline und ein Kontaktformular zur Corona-Krise eingerichtet. Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig hat ebenso Informationen aufbereitet. 

Die Linksammlung Arbeit und Wirtschaft der DGB Region Leipzig-Nordsachsen ist sehr ausführlich und fasst Links u. a. zum Kurzarbeiter*innengeld, zu Beratungsstellen oder auch zur Beschäftigung in der Quarantäne zusammen.

Betriebsvereinbarungen zur Pandemiebekämpfung oder zum Umgang mit der Corona-Krise sind auf folgenden Webseiten zu finden.

www.mitbestimmung.de/html/betriebsvereinbarungen-zur-13515.html
www.imu-boeckler.de/de/betriebsvereinbarungen-zur-corona-krise-17057.htm

Damit die Auswahl von Bewerber*innen trotz Kontaktbeschränkungen weiter erfolgen kann, sind Alternativen zum persönlichen Vorstellungsgespräch gefragt. Worauf Unternehmen bei Einstellungsinterviews auf Distanz achten sollten, lesen Sie hier.

Das Zukunftszentrum Sachsen hat digitale Weiterbildungsangebote zusammengefasst. Zahlreiche kostenfreie Webinare werden derzeit von etlichen Anbietern offeriert. Die Suche lohnt sich, z. B. über XING.



Was Studierende und Exmatrikulierte in finanzieller Not in der Corona-Krise wissen sollten

Studierende, die durch die Coronavirus-Krise in Not geraten sind, können bei ihrem Studentenwerk ein Darlehen beantragen. Die Studentenwerke können Darlehen in Höhe eines drei- bis niedrig vierstelligen Betrag vergeben. Weitere Informationen dazu finden Sie hier

Eine andere Möglichkeit, finanzielle Not abzuwenden, besteht für Studierende in der Beantragung eines Härtefalldarlehen beim Jobcenter (nach § 27 Abs. 3 Satz 1 SGB II). Viele Studierende sind von regulären Leistungen des Arbeitslosengeldes II ausgeschlossen. Der Wegfall einer Verdienstmöglichkeit könnte als besonderer Umstand anerkannt werden, der einen Härtefall begründet.

Wer ohne oder mit geringem Einkommen ist und keinen Anspruch auf ALG I hat, kann Grundsicherungsleistung beantragen. Mit dem „Sozialschutzpaket“ sind die Anspruchsvoraussetzungen für das Arbeitslosengeld II abgesenkt und der Zugang somit erleichtert. Zu Fragen und Antworten sowie zum Antragsverfahren hat der DGB ein Info-Blatt erarbeitet. Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit gibt es ebenso Informationen.



Wer psychisch Erkrankte in der Corona-Krise unterstützt

Die Deutsche Depressionshilfe bietet digitale Unterstützung während der momentanen Corona-Situation an. Mit dem Online-Programm „iFightDepression“ können Betroffene z. B. ihren Alltag strukturieren und lernen, negative Gedankenkreise zu durchbrechen. Einen kostenlosen Zugang erhält man unter der E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP e.V.) bietet eine psychologische Beratung mit der BDP-Corona-Hotline an. Die Hotline mit der Rufnummer 0800 777 22 44 ist täglich von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr geschaltet.

Das fachlich moderierte Online-Forum des Vereins „Diskussionsforum Depression e.V.“ bietet die Möglichkeit, online zu diskutieren und gemeinsam schwierige Situationen zu bewältigen.
www.diskussionsforum-depression.de

Eine Informationsbroschüre für Erkrankte, deren Angehörige und Freund*innen in Leipzig hat das Leipziger Bündnis gegen Depression e.V. zusammengestellte. Der Wegweiser kann helfen, die*den richtige*n Ansprechpartner*in oder die richtige Einrichtung im Bedarfsfall zu finden.


Online-Beratung: Tipps und Hinweise für Beratungsstellen

So wie wir bei Plan B(eruf) sind zurzeit viele Beratungsstellen und Projekte gezwungen, ihre Angebote telefonisch durchzuführen oder sich mit Online-Alternativen auseinanderzusetzen. Da die Umstellung sehr kurzfristig erfolgen muss, sind besonders viele Herausforderungen dabei zu meistern. Auch wenn hier sicherlich jede*r Anbieter*in ein eigenes Konzept entwickeln muss, so gibt es zumindest etliche Übersichten, Artikel und Internetseiten, auf denen man sich Informationen zum Thema Online-Beratung holen kann. Auf der Seite des Paritätischen gibt es eine gute Zusammenstellung mit vielen Links, die man als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Thema nutzen kann. Weitere Informationen finden Sie hier


Grüne Berufe: Nachhaltigkeit im Blick

Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen, die sich mit den Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit befassen, steigt. Dies merken wir immer wieder in unseren Beratungen. Daher möchten wir an dieser Stelle einen kurzen Einblick geben, welche Berufe dafür in Frage kommen können. Manche scheinen auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so „grün“. Denkt man diese Ausbildungen jedoch im Kontext – wie Tätigkeiten in Bio- oder Fairtrade-Läden, Biorestaurants, Ökohöfen oder bei Unternehmen, die sich mit alternativen Energien befassen – erscheinen die Ausbildungen in einem ganz anderen Licht. Ein Gedankenspiel lohnt sich also!

Klassische Berufe im Umweltschutz sind zunächst die*der Schornsteinfeger*in und die*der Umweltschutztechnische*r Assistent*in. Zu den grünen Berufen zählen vor allem die*der Gärtner*in, Landwirt*in, Tierwirt*in, Winzer*in oder auch Forstwirt*in. Jedoch ist es auch möglich, sich als Koch oder Köchin in einem Biorestaurant zu engagieren oder als Kauffrau/-mann im Einzelhandel in Bioläden tätig zu werden. Ebenso kann die Abwasserentsorgung und -aufbereitung ein spannendes Feld sein, welchem sich u. a. Fachkräfte für Abwassertechnik widmen. Auch der hohe und schädliche Treibstoffverbrauch von Fahrzeugen wird immer wieder diskutiert. Wer also eine Affinität für Autos, Roller und Co. sowie ein großes Interesse an alternativen Antriebstechnologien besitzt, kann sich unter anderem über Ausbildungsplätze in der Automobilindustrie bei entsprechenden Herstellern erkundigen.

Die Seite des Ökolandbau informiert nicht nur über Ausbildungsmöglichkeiten im ökologischen Bereich, sondern auch über Studienangebote und die Weiterbildung über eine Fachschule mit Schwerpunkt Ökolandbau.

Informationen zu den klassischen grünen Berufen bietet die Website des Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Eine erste Übersicht findet sich auch hier auf unserer Homepage


Auch in der aktuellen Situation wichtig: Ausbildungsplätze recherchieren!

Trotz der momentan unsicheren Situation in der Wirtschafts- und Arbeitswelt ist es möglich und wichtig, nach geeigneten Ausbildungsplätzen zu recherchieren und sich zu bewerben. Potentielle Arbeitgeber sind auch in Zeiten des Homeoffice aktiv und nehmen Bewerbungen entgegen. Zwar setzen Unternehmen momentan ihre Vorstellungsgespräche vor Ort aus, manche sind aber bereits auf Telefon oder Video-Chat umgestiegen.

Ausbildungsplatzangebote finden Sie unter anderem bei der Jobbörse der Agentur für Arbeit (dort Suche nach Ausbildung auswählen), den Lehrstellenbörsen der Industrie- und Handelskammer (IHK) und der Handwerkskammer (HWK) sowie bei den Kammern der Freien Berufe (z. B. Steuerfachangestellte*r, Notarfachangestellte*r). Ebenso lohnt sich ein Blick in branchenspezifische Jobbörsen oder Suchmaschinen wie Google for Jobs und indeed. 

Bei Ihrer Recherche haben Sie mehrere Ausbildungsplätze gefunden, die für Sie von Interesse sind und eine Auswahl fällt schwer? Dann informieren Sie sich vorab ausführlich über die Unternehmen und überlegen Sie, welches am besten zu Ihnen passen könnte. So haben Sie bereits auch eine erste Grundlage für ein erfolgreiches Bewerbungsgespräch geschaffen. Natürlich ist es auch immer von Vorteil, sich auf mehrere freie Stellen zu bewerben. Das erhöht Ihre Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Um einen entsprechend guten ersten Eindruck bei Ihrem Wunschunternehmen zu hinterlassen und das Interesse an Ihnen als zukünftige*r Auszubildende*r zu steigern, sind aussagekräftige Bewerbungsunterlagen von großem Wert! Hierzu können Sie sich gern von uns beraten lassen. Tipps und Anregungen rund um das Erstellen von Motivationsschreiben und Lebenslauf finden Sie zudem auf einer Vielzahl von Internetseiten. Wir können u. a. diese empfehlen:

www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/bewerbung-ausbildungsplatz
www.planet-beruf.de/schuelerinnen/meine-bewerbung/bewerbungstraining
www.abi.de/bewerbung.htm
www.karrierebibel.de/bewerbung
www.bewerbung.net/bewerbungsschreiben
www.azubi.de/beruf/tipps/bewerbungsschreiben-ausbildung
www.ausbildung.de/ratgeber/bewerbung

Kurs nehmen auf…

Unsere Homepage-Rubrik „Kurs nehmen auf…“ stellt Ausbildungsberufe vor, die für Studienabbrecher*innen interessant sein können, weil sie spannende Tätigkeiten und gute Berufsaussichten miteinander verbinden. Seit dem letzten Newsletter sind zwei Berufe dazugekommen: Steuerfachangestellte*r und Kaufleute im E-Commerce. 

Wir danken den Master-Studierenden der Wirtschaftspädagogik der Universität Leipzig für die Erstellung der Steckbriefe.

 

Broschüre veröffentlicht: „Unterstützungskompass – Wer hilft Unternehmen in der Region Leipzig beim Thema Ausbildung?“

Unterstützungskompass

Ausbildung mag in Corona-Zeiten nicht als dringliches Thema erscheinen, aber irgendwann wird hoffentlich wieder Fachkräftenachwuchs benötigt. Unternehmen, denen die Erfahrung fehlt oder die das Potential sehen, ihre Ausbildung zu verbessern, stehen eine Vielzahl von Beratungs- und Unterstützungsangeboten in der Region Leipzig zur Seite. In unserer Zusammenarbeit mit Unternehmen ist uns aufgefallen, dass die Angebote zum Teil kaum bekannt sind und es entstand die Idee, einen "Unterstützungskompass" zum Thema Ausbildung zu entwickeln. Dieser liegt nun online zum Download als PDF-Dokument bereit.

Wer gedruckte Exemplare kostenfrei zugesandt bekommen möchte, schreibt bitte eine kurze E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.



Novellierung des Berufsbildungsgesetzes: Mindestvergütung für Auszubildende und weitere Änderungen

Seit 01.01.2020 gilt für neu abgeschlossene betriebliche und außerbetriebliche Berufsausbildungsverhältnisse eine Mindestvergütung für Auszubildende. Ziel ist, die berufliche Ausbildung attraktiver zu machen. Gesetzlich festgelegt ist dies im neuen Berufsbildungsgesetz (BBiG). Neu geregelt wurde weiterhin die Freistellung an Berufsschultagen und am Vortag der Abschlussprüfung sowie die Bereitstellung von Ausbildungsmitteln.   

Bei Fragen sind die Aus- und Weiterbildungsberater*innen der Kammern gerne für Sie da.



Neues aus der Berufs- und Fortbildung: Neue und modernisierte Ausbildungsberufe und Verbesserungen beim Aufstiegs-BAföG  

Ausbildungsberufe sind in Ausbildungsordnungen geregelt. Eine Ausbildungsordnung legt einen einheitlichen Standard für die betriebliche Ausbildung fest. Da sich die Arbeitswelt wandelt, werden von Zeit zu Zeit die Ausbildungsordnungen angepasst. Eine Anpassung ist nun für die Berufe der IT-Branche, für die*den Mediengestalter*in Bild und Ton, die Bankkaufleute sowie die Kaufleute im Groß- und Außenhandel erfolgt. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) informiert dazu hier.

Der berufliche Aufstieg von Fachkräften wird finanziell mit verschiedensten Instrumenten gefördert (eine Übersicht dazu z. B. hier). Die Reform des Aufstiegs-BAföG (ehemals: Meister-BAföG) bringt nun Verbesserungen u. a. bei der finanziellen Förderung für den Unterhalt, dem Zuschuss für den Lehrgang und für Prüfungsgebühren. Des Weiteren sind mehr Fortbildungen förderbar.

 

In eigener Sache: KOWA und Plan B(eruf) bei Instagram

Die KOWA Leipzig und Plan B(eruf) haben ihre Kanäle erweitert: Wir sind nun auch auf Instagram www.instagram.com/kowa_leipzig aktiv. Hier geben wir u. a. nützliche Infos für Studienzweifler*innen und -abbrecher*innen, Auszubildende, Unternehmen und Multiplikatoren weiter. Ein Blick und ein Abo lohnt sich!

 

Für einen nachdenklichen Moment empfehlen wir das Gedicht „Die Corona-Lehre“.

DIE CORONA-LEHRE

Quarantänehäuser spriessen,
Ärzte, Betten überall,
Forscher forschen, Gelder fliessen –
Politik mit Überschall.
Also hat sie klargestellt:
Wenn sie will, dann kann die Welt.
Also will sie nicht beenden
Das Krepieren in den Kriegen,
Das Verrecken vor den Stränden
Und dass Kinder schreiend liegen
In den Zelten, zitternd, nass.
Also will sie. Alles das.

Thomas Gsella
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