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Einsatzbereich & Inhalte

Zerspanungsmechaniker*innen arbeiten in der metall- oder kunststoffverarbeitenden Industrie sowie in Handwerksbetrieben und sind dort im Maschinen-, Stahl- oder Leichtmetallbau, in Gießereien oder im Fahrzeugbau tätig. Zerspanungsmechaniker*innen planen, fertigen und bearbeiten Bauteile und Baugruppen, bspw. Maschinen, Motoren oder Turbinen in der Automobilindustrie, Medizintechnik, Luft- und Raumfahrt.

Die Bearbeitung der Rohlinge erfolgt mit computergesteuerten CNC-Dreh-, Fräse- oder Schleifmaschinen. Nach dem Programmieren sowie dem Rüsten der Maschine mit den notwendigen Werkzeugen und dem Einspannen des Rohlings erfolgt die Bearbeitung des Bauteils. Während des Vorgangs überwachen und überprüfen Zerspanungsmechaniker*innen den Vorgang. Nach der Produktion des ersten Bauteils führen sie eine Qualitätsprüfung durch, bevor die Serienfertigung startet.

Darüber hinaus sind sie für die Beseitigung von Störungen mit Hilfe von Prüfverfahren, für die Inspektion und die Wartung der Maschinen verantwortlich. Gefordert werden Kenntnisse über Steuerungstechnik, Qualitätsmanagement, Dokumentation und Sicherheitseinrichtungen.

Arbeitsorte sind in erster Linie Werkstätten bzw. Werkhallen.

 

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Auf Grund seiner technischen und handwerklichen Ausprägung eignet sich der Ausbildungsberuf zum*zur Zerspanungsmechaniker*in ideal für Studienabbrecher*innen von Ingenieursstudiengängen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik sowie naturwissenschaftlichen Studiengängen wie Physik, Mathematik oder Informatik. Aber auch für Studienabbrecher*innen mit handwerklichem Geschick, einer Affinität für Technik und Präzision ist dieser Berufe geeignet.

 

Voraussetzungen

  • Geschicklichkeit und gute Auge-Hand-Koordination (z.B. beim Drehen, Fräsen und Schleifen von Metall)
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z.B. beim Rüsten von Zerspanungsmaschinen, bei der Arbeit mit informationstechnischen Systemen)
  • Technisches Verständnis (z.B. Durchführen von Einstell-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten)
  • Beobachtungsgenauigkeit (z.B. Überwachen des Zerspanungsprozesses)
  • Bereitschaft zur Arbeit mit Computern und High-Tech-Geräten
  • Gute körperliche Konstitution (z.B. Austauschen schwerer Bauteile)

 

Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung in Industrie und Handwerk
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: differiert nach Handwerk oder Industrie und Bundesland: 1. Ausbildungsjahr: 440 bis 952 Euro (Handwerk), 976 bis 1.047 Euro (Industrie); 2. Ausbildungsjahr: 500 bis 995 Euro (Handwerk), 1.029 bis 1.102 Euro (Industrie); 3. Ausbildungsjahr: 560 bis 1.067 Euro (Handwerk), 1.102 bis 1.199 Euro (Industrie); 4. Ausbildungsjahr: 610 bis 1.122 Euro (Handwerk), 1.141 bis 1.264 Euro (Industrie)
  • Berufsschule: Karl-Heine-Schule – Berufliches Schulzentrum der Stadt Leipzig
  • Kammerzugehörigkeit: je nach Unternehmen IHK oder Handwerkskammer

 

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 

Perspektiven

  • Arbeitszeiten: Schichtdienst sowie Arbeit am Wochenende ist je nach Unternehmen und Branche möglich.
  • Arbeitsplatzsicherheit: Zerspanungsmechaniker*in ist ein Beruf mit hoher Nachfrage.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Die Einstiegsgehälter nach der Ausbildung bewegen sich zwischen 2.600 und 3.300 Euro, abhängig von der Region und davon, ob es einen Tarifvertrag gibt.
  • Entwicklungspotential: Während der Ausbildung kann eine Zusatzqualifikation erworben werden. Nach der Ausbildung haben Zerspanungsmechaniker*innen die Möglichkeit, sich in einer der Bearbeitungsmethoden zu spezialisieren oder sich nach mehrjähriger Berufserfahrung zum*r Industriemeister*in oder Techniker*in zu qualifizieren.

 

Ein typischer Arbeitstag im 3. Lehrjahr in der Lehrwerkstatt …

... 7:00 Uhr: Ich ziehe meine Arbeitskleidung an und lege meine Schutzkleidung, Schutzbrille und Gehörschutz zurecht. Mit meinem Ausbilder treffe ich mich in der Werkstatt. Zunächst schauen wir uns an, welche Aufträge vorliegen und besprechen die anstehenden Arbeiten. Am Vormittag werden wir eine Aluminiumplatte zurechtfräsen, am Nachmittag wird ein Drehteil gefertigt.

... 8:00 Uhr: Wir bereiten das Fräsen der Aluminiumplatte vor. Die technische Zeichnung gibt uns wichtige Informationen und wir überlegen die Vorgehensweise. Verschiedene Bohrungen und Senkungen sowie ein gebogenes Langloch sind zu fräsen. Mein Ausbilder zeigt mir, welche Koordinaten notwendig sind, die wir später in die Fräsmaschine eingeben. Dafür müssen wir sehr genau arbeiten.

… 9:30 Uhr: Frühstückspause

... 10:00 Uhr: Nun steht das Einstellen der Fräsmaschine an. Ich hole das Rohmaterial aus dem Lager und lege die Werkzeuge wie Schaftfräser, Messerkopf und Bohrer zurecht, die für das Rüsten der Maschine benötigt werden. Bevor es an die Fertigung geht, wird eine Simulation am Computer durchgeführt.

... 11:30 Uhr: Die Werkzeuge sind eingespannt und die Maschine weiß, welches Werkzeug welche Aufgabe hat. Wir starten mit der Bearbeitung des Rohmaterials. Es ist spannend zu sehen, wie die Platte entsteht, die später weiterverbaut wird. Nach der Fertigung schauen wir uns das Ergebnis an und entgraten per Hand scharfe Kanten und Rückstände.

… 12:30 Uhr: Mittagspause

...13:15 Uhr: Ich lerne, wie eine Stufenwelle gedreht wird. Für die Fertigung werden verschiedene Bohrer und Drehmeißel zum Schruppen und Schlichten benötigt. Zu Beginn säge ich das Rohmaterial zurecht. Beim Schruppen wird viel Material abgetragen, während beim Schlichten nur wenig Material abgetragen wird und eine glatte Oberfläche entsteht. Mit den anderen Auszubildenden rüste ich die Maschine mit den Werkzeugen und wir geben gemeinsam das Programm ein, so dass die Werkzeuge in der benötigten Reihenfolge eingesetzt werden. Anschließend prüfe ich mit dem Messschieber, ob die Stufenwelle gelungen ist. Ich bin zufrieden.

... 15:00 Uhr: Ich gehe zu meinem Ausbilder, der ebenfalls eine Qualitätskontrolle mit dem Messschieber durchführt. Er prüft, ob alle Oberflächen- und Konturmaße passen und meint, für den Anfang ist das Teststück schon ganz gut geworden.

... 16:00 Uhr: Ich freue mich über das gute Ergebnis. Schnell säubern wir noch Anlage, damit sie wieder einsatzbereit ist. Feierabend.

 

Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Zerspanungsmechaniker*in

Werkzeugmechaniker*in, Industriemechaniker*in, Feinwerkmechaniker*in, Metallbauer*in

 

Quellen und weitere Informationen

  • www.berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/29053.pdf
  • www.ausbildung.de/berufe/zerspanungsmechaniker/
  • www.aubi-plus.de/berufe/zerspanungsmechaniker-423/
  • www.planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/tagesablaeufe/tagesablaeufe-t-bisz/zerspanungsmechanikerin/
  • www.bsz-radeberg.de/images/dokumente/flyer/flyer_zm.pdf
  • www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Berufsbilder/zerspanungsmechaniker.html
  • www.ausbildung-me.de/zerspanungsmechaniker-in
  • www.handwerk.de/berufsprofile/zerspanungsmechaniker-in

Einsatzbereich & Inhalte

Der Beruf Mechatroniker*in ist für diejenigen genau das Richtige, die gerne an Maschinen herumschrauben und mit technischen und elektronischen Geräten umgehen. Mechatroniker*innen sind rundum fit für die technischen Entwicklungen der Zukunft, denn sie arbeiten an der Schnittstelle von Mechanik, Elektronik und Informatik. Ihre Aufgaben umfassen beispielsweise:

  • den Zusammenbau und die Installation von Baugruppen und Komponenten zu Maschinen und Systemen
  • das Programmieren und in Betrieb nehmen von Anlagen
  • Fehlersuche bei und Instandsetzung von Anlagen
  • das Planen und Organisieren von Arbeitsabläufen.

Mechatroniker*innen arbeiten in Betrieben des Maschinen- und Anlagenbaus, in der Automatisierungstechnik, in der Medizintechnik und im Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbau. Ihr Arbeitsplatz befindet sich in Werkstätten oder Werkhallen. Sofern Anlagen für Kunden gebaut werden, weisen Mechatroniker*innen diese in die Bedienung ein. Je nach Kundenstamm ist ein bundesweiter oder internationaler Einsatz auf Montagebaustellen oder im Servicebereich möglich. Mechatroniker*innen sind die Allrounder von den Berufen in der Metall- und Elektroindustrie.      

 

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Mechatroniker*in ist ein vielseitiger und zukunftsorientierter Beruf. Er bietet viel Potential für Weiterentwicklung, vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeitswelt. Studierende aus den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Mathematik, Physik und Informatik können ihr Vorwissen gut einsetzen. Die Arbeit mit den Händen und der Erwerb von handwerklichen Fähigkeiten ist attraktiv.

 

Voraussetzungen

  • Technisches Verständnis
  • Interesse an Elektronik und Informatik
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Handwerkliche Geschicklichkeit und gute Auge-Hand-Koordination
  • Umsicht und Sorgfalt
  • Teamfähigkeit

 

Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 1. Ausbildungsjahr: € 650 bis € 810 (Handwerk*), € 976 bis € 1.047 (Industrie*); 2. Ausbildungsjahr: € 710 bis € 860 (Handwerk*), € 1.029 bis € 1.102 (Industrie*); 3. Ausbildungsjahr: € 760 bis € 960 (Handwerk*), € 1.102 bis € 1.199 (Industrie*); 4. Ausbildungsjahr: € 820 bis € 1.060 (Handwerk*), € 1.141 bis € 1.264 (Industrie*)
    *je nach Bundesland unterschiedlich [Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/2868.pdf]
  • Berufsschule: Berufliches Schulzentrum Delitzsch
  • Kammerzugehörigkeit: IHK oder Handwerkskammer

 

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 

Perspektiven

  • Arbeitszeiten: durchschnittlich 40 Stunden wöchentlich, im Normalfall werktags, je nach Unternehmen und Branche ist Schichtarbeit möglich
  • Arbeitsplatzsicherheit: Mechatroniker*in ist ein stark nachgefragter Mangelberuf, der aufgrund der technischen Entwicklungen auch in Zukunft gefragt sein wird.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Das Einstiegsgehalt liegt zwischen 2.000 und 2.500 Euro. Die Höhe des Gehaltes variiert ja nach Wirtschaftsbereich, Region und Unternehmen.
  • Entwicklungspotential: Während der Ausbildung kann eine Zusatzqualifikation erworben werden. Aufgrund des stetig wachsenden Einsatzes von kollaborierenden Robotern und der Entwicklungen in den Bereichen Mechatronik, Robotik, SPS-Technik, Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik werden für Mechatroniker*innen eine Vielzahl an Aufstiegs- und Anpassungsweiterbildungen angeboten. Weiterbildungen, wie zum Beispiel zum*zur Industriemeister*in der Fachrichtung Mechatronik oder zum*zur Techniker*in der Fachrichtung Maschinentechnik, ermöglichen einen Aufstieg in Führungspositionen.

 

Ein typischer Arbeitstag im 2. Lehrjahr…

… 06:00 Uhr: Heute ist mein erster Tag in der Hydraulikabteilung, in der ich für die nächsten 4 Wochen eingesetzt bin. Mein Ausbilder stellt mich dem dortigen Teamleiter und dann den anderen Kolleginnen und Kollegen vor. Anschließend zeigt er mir die Abteilung. Heute sollen die Hydrogeräte an den Schienenfahrzeugen gewartet werden. Dies ist Teil der Hauptuntersuchung. Hydrogeräte steuern die hydraulischen Bremsen. Dabei kann ich meine Kollegen schon mit kleinen Aufgaben, die ich selbständig bearbeite, unterstützen. 

… 08:00 Uhr: Gemeinsame Frühstückspause. Ich lerne noch weitere neue Kolleginnen und Kollegen der Hydraulikabteilung kennen und werde herzlich begrüßt.

… 08:30 Uhr: Nach der Frühstückspause geht es weiter. Da ich die kleinen Aufgaben sehr gut gelöst habe, darf ich in Zusammenarbeit mit dem Teamleiter mein erstes Hydrogerät ausbauen, überprüfen und auseinandernehmen. Danach müssen alle Teile grundgereinigt werden und die verschlissenen ausgetauscht werden.

… 11.30 Uhr: Wir gehen gemeinsam in die Mittagspause und essen in der Kantine.

… 12:00 Uhr: Nach der Mittagspause bauen wir das Hydrogerät wieder zusammen und schließen es zur Überprüfung an.

…  15:00 Uhr: Feierabend. Ich freue mich, heute so viel in der neuen Abteilung kennengelernt zu haben und freue mich auf den morgigen Tag. Ich werde lernen, wie die Hydraulikleitungen, welche unter den Schienenfahrzeugen liegen, zu biegen und anzupassen sind. Da gibt es einige verrückte Winkel zu beachten.

 

Mögliche weitere technische Ausbildungsberufe:

z. B. Anlagenmechaniker*in, Mechatroniker*in für Kältetechnik, Elektronanlagenmonteur*in, Elektroniker*in für Maschinen und Antriebstechnik, Fluggerätelektroniker*in, Fluggerätmechaniker*in, Elektroniker*in für Automatisierungstechnik, Informationselektroniker*in, Kraftfahrzeugmechatroniker*in, Land- und Baumaschinenmechatroniker*in, Zweiradmechatroniker*in

 

Quellen und weitere Informationen

  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index?path=null/kurzbeschreibung&dkz=2862
  • planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/berufe-von-a-z/ausbildungsberufe-m/mechatronikerin
  • www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Berufsbilder/mechatroniker.html
  • www.ausbildung.de/berufe/mechatroniker/gehalt
  • www.ausbildung-me.de/mechatroniker-in
  • handwerk.de/berufsprofile/mechatroniker-in

                                                                                                                               

Meldungen aus der Kooperationsstelle Leipzig

Beratung im Projekt Plan B(eruf) für Studienabbrecher*innen jetzt online

2020 05 Aktuelle Beratungssituation klein

Auch die Arbeit in unserem Projekt „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ wurde durch die Corona-Krise kräftig durcheinandergebracht. Mittlerweile konnten wir uns neu strukturieren und an die neuen Bedingungen anpassen. Dazu gehört, dass die Beratung für Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen online stattfindet und zwar in Form von Video-Chats. Viele der üblicherweise in der Beratung eingesetzten Methoden und Materialien können auch hier genutzt werden. Daneben werden auch die Möglichkeiten der telefonischen und der E-Mail-Beratung genutzt. Auf Wunsch gibt es nun wieder Beratungen vor Ort in der Nikolaistraße 6-10 – natürlich unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen. 

Für eine individuelle Terminvereinbarung bitte eine E-Mail an Sandy Mann: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Neue Broschüre „Unterstützungskompass“ zum Thema Ausbildung

Unterstützungskompass

Im Rahmen unseres Projekts „Plan B(eruf) – Berufliche Perspektiven nach Studienabbruch“ ist eine neue Broschüre entstanden, die Unternehmen in der Region Leipzig helfen soll, das richtige Beratungs- und Unterstützungsangebot zu finden. Unternehmen, die ausbilden möchten und grundlegende Fragen dazu haben oder auch solche, die bereits ausbilden und ihr Angebot attraktiver gestalten möchten, finden hier zahlreiche Anlaufstellen mit den jeweiligen Beratungsinhalten und Kontaktdaten. Die Broschüre kann hier kostenlos in einer barrierefreien Version heruntergeladen werden: https://kowa-leipzig.de/images/KOWA_Unterstutzungskompass_WEB_v2.pdf


KOWA Leipzig nun auch auf Instagram

Nun gibt es noch eine weitere Möglichkeit, unsere Arbeit zeitnah zu verfolgen – wir haben einen Instagram Account: [www.instagram.com/kowa_leipzig/]. Und wer unsere Facebook-Seiten noch nicht kennt, dem seien auch diese noch einmal empfohlen: [www.facebook.com/kowaleipzig, www.facebook.com/studienabbruch]

 

Meldungen aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen

“Nichts ist so praktisch wie eine gute Theorie” – Geschichte und Arbeitsweisen von Kooperationsstellen

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Wer wissen will, wie Kooperationsstellen entstanden sind und wie sie arbeiten, dem sei das neue Arbeitsmaterial der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen (BAG) ans Herz gelegt. Dr. Klaus Kock, selbst langjähriger Mitarbeiter im Forschungsbereich „Kooperation Wissenschaft Arbeitswelt“ an der TU Dortmund, arbeitet auf 14 Seiten die Entstehung auf, stellt verschiedene Beispiele aus der Arbeit von Kooperationsstellen vor und diskutiert, wie sich Kooperationsstellen in die Third Mission der Hochschulen einfügen. Das Arbeitsmaterial steht als kostenloses Download auf der Homepage der BAG unter https://www.kooperationsstellen.de/material/ zur Verfügung. Außerdem erscheint der Aufsatz demnächst in den AK-Beiträgen der Arbeitskammer des Saarlandes.


Kooperationsstelle Göttingen: Abschlusstagung CollaboTeam als virtueller Workshop

Logo collaboTeam

Aktueller denn je in Zeiten von Corona, Homeoffice und Social Distancing ist die Frage, wie die Arbeit mit Kollaborationsplattformen unsere Zusammenarbeit und die Zusammenarbeit in Teams verändert, welche Herausforderungen es dabei gibt und wie sich gute Arbeit unter diesen Bedingungen gestalten lässt. Das vom BMBF geförderte Projekt CollaboTeam, an dem unter anderem die Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften der Georg-August-Universität Göttingen beteiligt war, hat sich seit längerer Zeit mit solchen Fragen beschäftigt und stellt nun in einem virtuellen Abschluss-Workshop Ergebnisse und Erfahrungen vor. Weitere Informationen sind hier zu finden.


Newsletter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen

Wer mehr über die Arbeit von Kooperationsstellen auch in anderen Bundesländern wissen möchte, abonniert am besten den zwei Mal jährlich erscheinenden Newsletter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kooperationsstellen. Die nächste Ausgabe erscheint im Juni 2020. Wer schneller informiert werden möchte, kann den RSS-Feed der Seite www.kooperationsstellen.de abonnieren.

 

Meldungen aus den Hochschulen

HTWK stellt ihr Beratungs- und Unterstützungsangebote vor

Die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) stellt seit kurzem ihre Beratungsangebote und Anlaufstellen übersichtlich auf einer Seite vor. Zielgruppe sind nicht nur Studierende und Studieninteressierte der HTWK, sondern z. B. auch Beschäftigte, Unternehmen und Medienvertreter*innen, die sich auf diese Weise einen schnellen Überblick über die passenden Ansprechpartner*innen verschaffen können. Auch das Projekt Plan B(eruf) der KOWA Leipzig für Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen ist dort zu finden. [https://www.htwk-leipzig.de/beraten/]


Hochschulen im digitalen Semester

Durch die corona-bedingte Einstellung des Präsenzbetriebs an den Hochschulen wurde ein großer Teil der Lehrveranstaltungen in den virtuellen Raum verlegt – eine Herausforderung für alle Beteiligten mit noch ungewisser Dauer. Erste Zahlen und weitere Informationen lassen sich auf den Seiten der Universität Leipzig [https://www.uni-leipzig.de/universitaet/service/uni-leipzig-digital/] und der HTWK Leipzig [https://idll.htwk-leipzig.de/digital-distanzlehre/] finden.

Viele Studierende haben neben den veränderten und nicht immer einfachen Studienbedingungen auch damit zu kämpfen, dass sie ihren Nebenjob und damit in vielen Fällen ihre Existenzgrundlage verloren haben. Eine Fortführung des Studiums ist so nicht möglich. Nun soll es Überbrückungshilfen geben, doch diese stehen – abgesehen davon, dass sie noch nicht beantragbar sind, von Seiten der Studierendenvertretungen in der Kritik, ebenso wie die bisher ermöglichten Bildungskredite. Weitere Informationen bietet unter anderem die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) auf ihrer Homepage: https://www.kss-sachsen.de/pm_20_20


Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken

Nicht nur die Corona-Pandemie stellt die Hochschulen und ihre Beschäftigten vor Herausforderungen. In der Diskussion ist derzeit auch die Verwendung der Gelder aus dem Zukunftsvertrag Studium und Lehre stärken, der in der Nachfolge des Hochschulpakts ab 2021 die Qualität von Lehre und Studium flächendeckend und vor allem dauerhaft verbessern soll [https://www.bmbf.de/de/zukunftsvertrag-studium-und-lehre-staerken-9232.html].

Gerungen wird hier unter anderem um die Entfristung von Stellen im wissenschaftlichen Mittelbau, der bundesweit zu über 90 Prozent auf befristeten Stellen – und damit aus Sicht des Einzelnen prekären Stellen – beschäftigt ist. In der Lehrerbildung an der Universität Leipzig geht es dabei derzeit auch um die Frage, wie stark Lehre und Forschung zukünftig miteinander verknüpft bleiben. Eine Stellungnahme der Studierendenschaft und des akademischen Mittelbaus der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät setzt sich mit der Problematik auseinander und stellt Forderungen auf: https://stura.uni-leipzig.de/fsr-ewi/doc/gemeinsame-stellungnahme-des-akademischen-mittelbaus-und-der-studierendenschaft-der   

 

Meldungen aus den Gewerkschaften

Linksammlung: Informationen für Beschäftigte zur Corona-Krise

Seit Beginn der Corona-Krise gibt es viele neue Fragen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer rund um Themen wie Homeoffice, Kurzarbeit, Arbeitsschutz und ähnliches zu klären. Die Gewerkschaften haben umfangreiche FAQ-Seiten und Linksammlungen zusammengestellt, auf denen Beschäftigte sich informieren können. Hier eine Auswahl mit zum Teil branchenspezifischen Informationen:

  • DGB: https://www.dgb.de/themen/++co++fdb5ec24-5946-11ea-8e68-52540088cada
  • ver.di: https://www.verdi.de/themen/recht-datenschutz/++co++37f4d360-58b0-11ea-8408-525400b665de
  • GEW: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/was-das-coronavirus-fuer-die-bildungseinrichtungen-bedeutet0/
  • IG Metall: https://www.igmetall.de/service/ratgeber/coronavirus-was-arbeitnehmer-jetzt-wissen-sollten

Einsatzbereich & Inhalte
Vermessungstechniker*innen führen Geländevermessungen von geografischen Lagen durch, d. h. sie erfassen millimetergenau Messdaten. Für die Bestimmung der Geodaten werden an vorhandenen Vermessungspunkten Messgeräte wie Tachymeter oder GPS-Geräte eingesetzt. Die Vermessung aus der Luft erfolgt mit einer Drohne. Neben der Arbeit im Freien besteht die Aufgabe von Vermessungstechniker*innen darin, die gewonnenen Daten im Büro in den PC zu überführen und entweder neue Ergebnisse für ein Projekt auszuwerten oder vorhandene Daten zu überprüfen und ggf. zu aktualisieren. Benötigt werden die Messdaten bspw. für Daten-/Kartenmaterial, Planungsunterlagen, Liegenschaftskataster, Stadtteilpläne oder die Erstellung von dreidimensionalen Darstellungen von Gebäuden. Sie arbeiten unter anderem mit Geoinformationssystemen oder mit CAD-Programmen.  Einsatzbereiche sind Landesvermessungs­ämter, kommunale Kataster-­ und Vermessungsämter, Behörden für Geoinformation, Landentwicklung oder Liegenschaften sowie Vermessungs-­ und Ingenieurbüros. Neben der allgemeinen Ausbildung zum Vermessungstechniker gibt es auch Vermessungstechniker*in mit der Spezialisierung Bergvermessung, wobei diese Ausbildung eher selten angeboten wird.


Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?

Die technische Ausrichtung des Berufes ist insbesondere für Studienabbrecher*innen aus den MINT- Bereichen attraktiv. Besonders gute Kenntnisse in Mathematik und Physik sind gefragt, aber auch ein grundlegendes technisches Verständnis und Vorkenntnisse in diesem Bereich erleichtern die Ausbildung.

Voraussetzungen

  • Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein
  • Räumliches Vorstellungsvermögen
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination
  • Motivation zum Außendienst
  • Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution

 
Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: 1. Ausbildungsjahr: 643 Euro (Ingenieurbüros), 1.018 Euro (öffentlicher Dienst); 2. Ausbildungsjahr: 806 Euro (Ingenieurbüros), 1.068 Euro (öffentlicher Dienst); 3. Ausbildungsjahr: 967 Euro (Ingenieurbüros), 1.114 Euro (öffentlicher Dienst) (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/77495.pdf)
  • Berufsschule: BSZ Bau und Technik Dresden, ab dem 2. Ausbildungsjahr Berufsbildende Schulen „Otto von Guericke“ in Magdeburg
  • Kammerzugehörigkeit: IHK

Digitalisierungsfaktor 

4 von 5


Perspektiven

  • Arbeitszeiten: werktags zu normalen Bürozeiten, aber auch Montagetätigkeit möglich  
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es gibt freie Stellen. Häufig werden die Auszubildenden von dem Ausbildungsunternehmen übernommen.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Die Einstiegsgehälter variieren je nach Bundesland, Branche und ob das Unternehmen tarifgebunden ist. Im öffentlichen Dienst beträgt es ca. 2.200 Euro, in der freien Wirtschaft 1.600–2.400 Euro.
  • Entwicklungspotenzial: Mögliche Spezialisierungen sind z.B. Geografie, Geologie, Kartografie, Bergbau, aber auch Bereiche wie Liegenschaftsverwaltung, Außendienst oder Dokumentation von Geodaten. Eine Aufstiegsfortbildung zum staatlich geprüften Techniker*in oder ein Studium der Vermessungstechnik, Geoinformation oder Ingenieurwesen können angeschlossen werden. Eine selbständige Tätigkeit ist ebenfalls möglich.


Ein typischer Arbeitstag…

…07:00 Uhr: Ich treffe mich mit meiner Ausbilderin im Büro. Sie erklärt mir kurz den heutigen Auftrag. Es geht um die Vermessung der Grenzen eines Flurstücks, auf dem ein Kindergarten errichtet werden soll. Es gibt zwar bereits einen Plan, aber der ist schon so alt, dass eine Neu-Vermessung notwendig ist. Wir packen die notwendigen Materialien und Messgeräte ein und fahren zum Einsatzort. Es handelt sich um ein Grundstück am Rande eines Wohngebiets. Heute haben wir Glück mit dem Wetter, es ist leicht bewölkt und nicht zu kalt.

…07:30 Uhr: Bevor wir mit dem Aufbauen der Geräte beginnen, ziehen wir zuerst unsere Warnwesten an, damit uns die anderen Verkehrsteilnehmer sehen.

…08:00 Uhr: Wir suchen die erste Grenzmarkierung, was sich als nicht ganz einfach herausstellt, da sie etwas zugewachsen ist. Für die Ausrichtung des Messgerätes brauchen wir ein flaches Areal, so dass wir zunächst damit beschäftigt sind, den Boden um die Vermarkung zu ebnen. Dann ist alles soweit vorbereitet: Das Messgerät ist ausgerichtet und ich gehe mit dem Prisma zum nächsten Messpunkt, der sich leicht finden lässt. Er ist ca. 10m entfernt. Meine Ausbilderin erfasst die Entfernung zwischen Messgerät und Prisma und wandert mit dem Messgerät zur nächsten Vermarkung. Das Messgerät ist ganz schön schwer, wir wechseln uns mit dem Tragen ab. So arbeiten wir uns Punkt für Punkte voran und messen sowohl rückwärts als auch vorwärts messen.

…09:30 Uhr: Eine kurze Frühstückspause tut nach dem 1,5h konzentriert arbeiten sehr gut.

…09:45 Uhr: Auch den zweiten Teil des Vormittags verbringen wir damit, das Flurstück zu vermessen, wobei es sich langsam zuzieht und es zu nieseln anfängt. Dennoch müssen wir heute mit der Messung fertig werden. Insgesamt gibt es 18 Grenzmarkierungen und jedes Mal muss geprüft werden, ob der Boden eben genug ist.

…12:15 Uhr: Wir haben es geschafft und packen unsere Messgeräte und Materialien wieder ein.

…13:00 Uhr: Zurück im Büro gibt es mit den anderen Kollegen eine Mittagspause. Heute passt es, aber ist auch schon vorgekommen, dass wir erst nachmittags von der Vermessung wiedergekommen sind.

…13:45 Uhr: Gemeinsam mit meiner Ausbilderin werte ich die Daten am PC aus. Dafür nutzen wir ein Rechenprogramm mit integrierter Grafik und stellen fest, dass die aktuellen Werte noch exakt mit den vorliegenden Werten übereinstimmen. Glück gehabt. Damit sind wir so lange beschäftigt, dass ich gar nicht mitbekomme, dass es bereits…

…16:00 Uhr ist: Feierabend nach einem langen und ereignisreichen Tag.


Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Vermessungstechnik
Vermessungstechniker*innen Fachrichtung Bergvermessung, Beamter/-in im gehobenen vermessungstechnischen Verwaltungsdienst, Bauzeichner*in, Geomatiker*in, Baustoffprüfer*in Schwerpunkt Geotechnik


Quellen und weitere Informationen

  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/77495.pdf
  • https://www.lds.sachsen.de/ausbildung/?ID=13239&art_param=855
  • https://www.bildungsmarkt-sachsen.de/berufelexikon/berufsbild/beruf/vermessungstechniker-vermessung/id:100020100000010756
  • https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/8971
  • https://www.ausbildung.de/berufe/vermessungstechniker/
  • https://www.azubi.de/beruf/ausbildung-vermessungstechniker
  • https://abi.de/ausbildung/ausbildungsreportagen/it/vermessungstechnikerin-tagesab015532.htm
  • https://www.bdvi.de/de/karriere/ausbildung

Einsatzbereich & Inhalte
Kaufleute für Büromanagement sind Allroundtalente, die in fast allen Wirtschaftsbereichen eingesetzt werden. Schwerpunkte ihrer Arbeit sind unter anderem die kaufmännische Steuerung und Kontrolle im Unternehmen. Kaufleute für Büromanagement übernehmen vielfältige Verwaltungsaufgaben. Die Koordination und Überwachung von Terminen, das Vorbereiten von Geschäftstreffen oder die Beantwortung von Kundenanfragen gehören ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Beschaffung von Büromaterial, Zuarbeit bei einer Auftragsabwicklung oder die Organisation von Dienstreisen. Als Kaufmann*-frau für Büromanagement organisiert man Arbeitsvorgänge und gestaltet Büroprozesse. Tätigkeiten im Personalmanagement und Marketing gehören ebenso zum Berufsbild. Auch das Erstellen von Präsentationen und die Arbeit mit Tabellenprogrammen können Teil der Tätigkeit sein.

Um alle Aufgaben unter einen Hut zu bringen, bewahren Kaufleute für Büromanagement allzeit die Kontrolle, auch in stressigen Situationen.

Die Arbeit findet überwiegend im Büro statt. Einsatzgebiete sind Wirtschaftsunternehmen, die öffentliche Verwaltung, aber auch Verbände, Organisationen und Interessenvertretungen. 


Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?
Die vielfältigen Aufgaben erfordern eine selbstständige Arbeitsweise, ein gutes Zeitmanagement sowie Organisationsfähigkeiten. Diese Fähigkeiten sind auch in vielen Studienrichtungen wichtig, sodass Studienabbrecher*innen bereits Erfahrungen in der Selbstorganisation mitbringen. Die Arbeit mit Zahlen wird durch mathematische Kenntnisse aus einem bspw. wirtschaftswissenschaftlichen Studium unterstützt. Betriebswirtschaftliches Vorwissen kann auch ganz allgemein den Einstieg erleichtern. Auch ein sprachwissenschaftlicher Hintergrund ist von Vorteil, da ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen sowie Fremdsprachenkenntnisse vor allem in international agierenden Unternehmen gefordert werden.


Voraussetzungen

  • Organisatorische Fähigkeiten
  • Eine sorgfältige, strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
  • Ausgeprägtes kaufmännisches Denken
  • Ein (sehr) gutes Verständnis für Zahlen und Formeln
  • Sicherer Umgang mit dem Computer
  • Ein gutes mündliches und schriftliches Ausdrucksvermögen


Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung: Die Ausbildungsvergütung hängt stark davon ab, ob die Ausbildung im Handwerk oder im Bereich Industrie und Handel bzw. im Öffentlichen Dienst erfolgt: 1. Ausbildungsjahr: 500 – 952 Euro (Handwerk), 976 – 1.047 Euro (Industrie), 1.018 Euro (öffentlicher Dienst); 2. Ausbildungsjahr: 565 – 995 Euro (Handwerk), 1.029 – 1.102 Euro (Industrie), 1.068 Euro (öffentlicher Dienst); 3. Ausbildungsjahr: 600 – 1.067 Euro (Handwerk), 1.102 – 1.199 Euro (Industrie), 1.114 Euro (öffentlicher Dienst) (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/123266.pdf)
  • Berufsschule: 2 Tage pro Woche im 1. und 2. Lehrjahr, 1 Tag im 3. Lehrjahr, zuständige Berufsschulen in Leipzig sind die Arwed-Rossbach-Schule und die Gutenbergschule
  • Kammerzugehörigkeit: IHK Leipzig, HWK zu Leipzig

 
Digitalisierungsfaktor 

4 von 5

 
Perspektiven

  • Arbeitszeiten: Meist klassische Bürozeiten, ca. 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr; Gleitzeit oft problemlos möglich
  • Arbeitsplatzsicherheit: Es bestehen gute Übernahmechancen bei entsprechendem Engagement. Da die Arbeit vielfältige Aufgabengebiete umfasst, werden Kaufleute für Büromanagement in unterschiedlichen Bereichen gesucht.
  • Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: ca. 1.800 Euro bis 2.400 Euro brutto, abhängig von Region, Betriebsgröße, Aufgabenübernahme im Unternehmen, Erfahrung und Qualifikation
  • Entwicklungspotenzial: Während der Ausbildung kann eine Zusatzqualifikation erworben werden. [Siehe auch: https://www.bibb.de/ausbildungplus/de/index.php; https://www.bibb.de/de/703.php und https://www.hwk-leipzig.de/artikel/kaufmaennische-zusatzqualifikation-fuer-lehrlinge-aller-gewerke-3,0,333.html]. Weiterbildungen durch den Ausbildungsbetrieb sind möglich. Das sind bspw. Computer-Zertifikate oder Fremdsprachennachweise. Darüber hinaus besteht nach der Ausbildung die Möglichkeit zur Fortbildung, z.B. als Fachwirt*in für Büro- und Projektorganisation oder als Betriebswirt*in für Kommunikation und Büromanagement, Fachwirt*in für Personaldienstleistung oder geprüfte*r Bilanzbuchhalter*in.


Ein typischer Arbeitstag in der Buchhaltung im 3. Lehrjahr…

… 8:00 Uhr: Ich komme im Büro an und erledige zu Beginn kleinere Aufgaben wie das Sortieren der Ablage, das Anlegen neuer Ordner, das Vernichten überflüssiger Dokumente. Danach hole ich die Belege aus den anderen Abteilungen und bearbeite sie in Absprache mit meinem Ausbilder. Ich überprüfe Rechnungen vom Lager, kontiere, prüfe Kassenabschlüsse und pflege Urlaubsanträge im System ein.

… 9:30 Uhr: Zum ersten Mal darf ich den Zahllauf durchführen. Diese Aufgabe ist zeitaufwendig und beinhaltet das Bezahlen von Eingangsrechnungen, das Verschicken von Avisen – also Rechnungs- oder Zahlungsankündigungen, die Beachtung von Skonti, das Sortieren und das Abheften von Rechnungen. Hier ist Sorgfalt und Organisation gefragt. Bei meinen Fragen stehen mir die anderen Kolleginnen und Kollegen der Buchhaltung zur Seite. Eine andere große Aufgabe, die mehrere Stunden umfassen kann, ist der Mahnlauf, bei dem Mahnungen für überfällige Rechnungen erstellt und verschickt werden.

…12:00 Uhr: Mittagspause mit den Kolleginnen und Kollegen

…12:30 Uhr: Nach der Pause stehen die Bankbuchungen an. Ich buche Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge. Die Aufgabe ist komplex, ich muss mit vielen Mitarbeiterinnen – auch aus anderen Filialen – Rücksprache halten. Sehr oft telefoniere ich dafür. Gewisse Posten müssen fehlerfrei sein, so dass ich konzentriert arbeite. Hier stehen mir wieder die Kolleginnen und Kollegen aus der Buchhaltung mit Rat und Tat zur Seite.

…15:30 Uhr: Es gibt immer noch kleinere Dinge zu erledigen, wie das Sortieren der Ablage und die Buchung von Prämien. Zum Glück können diese Aufgaben auch bis zum nächsten Tag liegen bleiben.

…16:30 Uhr: Ich bin noch nicht ganz fertig mit meiner Ablage, aber mein Ausbilder schickt mich in den Feierabend. Bevor ich gehe, räume ich noch meinen Arbeitsplatz auf und ich habe mir die Aufgaben notiert, die morgen erledigt werden müssen.


Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Kaufmann*-frau für Büromanagement

  • Industriekaufmann*frau
  • Kaufleute für Groß- und Außenhandel
  • Verwaltungsfachangestellte*r
  • Steuerfachangestellte*r
  • Kaufleute für Marketingkommunikation
  • Personaldienstleistungskaufleute


Quellen und weitere Informationen

  • www.ausbildung.de/berufe/kauffrau-fuer-bueromanagement
  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/123266.pdf
  • https://handwerk.de/berufsprofile/kaufmann-frau-für-büromanagement
  • planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/berufe-von-a-z/ausbildungsberufek/kaufmann-frau-bueromanagement/
  • www.leipzig.ihk.de/azubis/nach-der-ausbildung/

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