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Einsatzbereich & Inhalte
Ohne medizinische Fachangestellte läuft in der Praxis nichts. Sie assistieren nicht nur den Ärztinnen und Ärzten bei der Behandlung, sondern organisieren auch die Praxisabläufe und kümmern sich um die Verwaltung. Neben der Terminvergabe an Patientinnen und Patienten, erstellen und dokumentieren sie Behandlungsabläufe für die Patientenakte und rechnen die erbrachten Leistungen ab. Blutentnahme für Laboruntersuchungen, die Vorbereitung von Spritzen oder das Anlegen von Verbänden sind weitere Aufgabengebiete. Ihre Aufgabe ist es auch, Patientinnen und Patienten über Vor- und Nachsorgemöglichkeiten zu informieren, Laborarbeiten zu erledigen und medizinische Instrumente zu pflegen. Mögliche Einsatzorte neben Arztpraxen aller Fachgebiete sind Krankenhäuser, Reha-Kliniken und andere Institutionen des Gesundheitswesens, Krankenkassen, medizinische Labore sowie betriebsärztliche Unternehmensabteilungen.

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?
Insbesondere für Studienabbrecherinnen und -abbrecher aus den Bereichen Medizin und Psychologie kann diese Ausbildung interessant sein, wenn die berufliche Perspektive im Gesundheitsbereich liegt. Die praxisnahe sowie kürzere Berufsausbildung und der andere Kontakt mit den Patient*innen bieten eine attraktive Alternative nach Studienabbruch.

Vorstellbar ist aber auch jede andere Studienrichtung, solange die Studienabbrecher*innen gern mit Menschen arbeiten, sorgfältig und verlässlich sind und gut kommunizieren können, sowohl mündlich als auch schriftlich. Die größere Lebenserfahrung von Studienabbrecher*innen kann z. B. auch helfen, sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen oder in stressigen Situationen ruhig und besonnen zu bleiben.

Voraussetzungen

  • Verantwortungsbewusstsein und hohe Sorgfalt
  • Empathie und Kontaktfreudigkeit
  • Psychische und physische Belastbarkeit
  • Verschwiegenheit
  • Bereitschaft zu engem Körperkontakt
  • Interesse an medizinischem Fachwissen und der Patientenbetreuung
  • Organisationsgeschick
  • Kein Problem mit dem Anblick von Blut oder von Verletzungen
  • Hilfreich: Gute Noten in Biologie, Mathematik und Deutsch


Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsvergütung (beispielhaft): 865 Euro im ersten, 910 Euro im zweiten und 960 Euro im dritten Ausbildungsjahr (Quelle: https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/33212.pdf)
  • Berufsschule: Ruth-Pfau-Schule in Leipzig (https://www.ruth-pfau-schule.de)
  • Kammerzugehörigkeit: Sächsische Landesärztekammer
  • Sonstiges: Quereinstieg ist möglich, wenn vorher ein anderer vergleichbarer medizinischer Beruf erlernt wurde


Digitalisierungsfaktor 

3 von 5


Perspektiven

Arbeitszeiten: Die Arbeitszeiten sind geregelt, zum Teil gibt es Schichtbetrieb. Sie richten sich unter anderem nach den Öffnungszeiten der Praxis. Bereitschaftsdienste an Feiertagen oder Wochenenden sind möglich.  

Arbeitsplatzsicherheit: Durch den generellen deutschlandweiten Mangel und parallel hohen Bedarf an medizinischen Fachkräften bieten medizinische Berufe gute Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz.

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: etwa 1.800 € brutto je nach Region. Bei Unternehmen, die nach Tarif zahlen, sind ab dem 1. Berufsjahr mindestens 1.931,56 € möglich (Angabe der Sächsischen Landesärztekammer).

Entwicklungspotential: Kontinuierliche Weiterbildung ist ein wichtiger Teil des Berufs. Neben einzelnen Kursen können berufsbegleitend verschiedene kaufmännische Weiterbildungen absolviert werden wie z. B. Fachwirt*in für ambulante medizinische Versorgung, Fachwirt*in im Gesundheits- und Sozialwesen oder Betriebswirt*in für Management im Gesundheitswesen. Diese Abschlüsse vergrößern den Verantwortungsbereich und qualifizieren unter anderem zur Übernahme von Personalverantwortung.

Ein typischer Arbeitstag…

… 7:30 Uhr: Der Arbeitstag startet mit einer Tasse Kaffee und einer kurzen Besprechung zu den heutigen Aufgaben, die Computer werden hochgefahren, die Behandlungszimmer vorbereitet und wir gehen gemeinsam die Patientenliste durch.

… 08:00 Uhr: Die Praxis wird geöffnet. Ich arbeite heute vorwiegend am Tresen und nehmen Patientinnen und Patienten auf, führe die Patientenakten, vergebe Termine, nehme Telefonate entgegen und gebe vom Arzt verordnete Rezepte aus. Bei Fragen kann ich mich jederzeit an meine Ausbilderin wenden. Ist mal nicht so viel los, unterstütze ich meine Kolleginnen und Kollegen beim Desinfizieren und Vorbereiten von Spritzen.  

… 10:45 Uhr: Wir versenden die Tests und Proben, die wir heute Morgen von den Patientinnen und Patienten gezogen haben per Kurier in ein Labor, da die Arztpraxis über kein eigenes Labor verfügt.

… 11:30 Uhr: Gemeinsame Mittagspause mit dem Team.

12:00 Uhr: Es ist Mittwoch, die Praxis hat heute Nachmittag geschlossen. Zunächst einmal erfolgt die Nachbereitung von heute Vormittag wie bspw. das Einscannen von Dokumenten. Außerdem ist noch Schriftverkehr zu erledigen und meine Ausbilderin zeigt mir, wie die Praxis-Homepage aktualisiert werden kann.

… 14:00 Uhr: Gemeinsam räumen wir die Praxis auf, putzen und desinfizieren gründlich alle Oberflächen und Instrumente.

… 16:30 Uhr: Feierabend

 

Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Bereich Medizin

Zahnmedizinische Fachangestellte, Tiermedizinische Fachangestellte, Altenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in, Notfallsanitäter*in, Medizinisch-Technische*r Assistent*in für Funktionsdiagnostik, Medizinisch-Technische*r Radiologieassistent*in, Medizinisch-Technische*r Laboratoriumsassistent*in

Quellen und weitere Informationen

  • https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/33212.pdf
  • Allgemeine Informationen der Sächsischen Landesärztekammer: https://www.slaek.de/de/02/10infoausz/110info/Ausbildung_mfa.php
  • FAQ für Auszubildende der Sächsischen Landesärztekammer: https://www.slaek.de/de/02/10infoausz/120faq/faqmfaauszubildende.php

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Sind Sie Beraterin oder Berater und haben mit Studienzweifler*innen oder Studienabbrecher*innen zu tun?

Haben Sie Verwandte, Freunde oder Bekannte, die ihr Studium abgebrochen haben?

Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Fachkräftesicherung und wollen mehr über die Zielgruppe der Studienabbrecher*innen wissen?

Oder interessieren Sie sich einfach für das Thema?

Auf dieser Seite haben wir verschiedene Informationen zusammengestellt, die uns aus der Perspektive unserer langjährigen Arbeit mit Studienabbrecher*innen, Hochschulen, Beratungseinrichtungen, Unternehmen und anderen Akteuren in der Region Leipzig relevant erscheinen.
 
  • Zahlen und Studienergebnisse zum Thema Studienabbruch
  • Übersicht über Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • Vernetzung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten
  • Arbeitshilfe „Passgenaue Beratung und Verweisberatung“
  • Weitere Arbeitshilfen für Multiplikator*innen


Das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) forscht seit Jahren zum Thema Studienabbruch und erhebt kontinuierlich Daten zu den Abbruchquoten. Die aktuellsten Publikationen stammen aus dem Projekt „Studienabbruch – Umfang und Motive“, welche von 2014 bis 2017 im Auftrag des BMBF und der Stiftung Mercator durchgeführt wurde.

Neben der Berechnung von Schwund- und Abbruchquoten wurde ein theoretisches Modell zum Studienabbruch entwickelt und Exmatrikulierte zu ihrem weiteren Werdegang befragt. Auch Studienberatungen, Career Center sowie Fakultäten und Fachbereiche wurden in die Untersuchung einbezogen.

Website zum Forschungsprojekt: https://www.dzhw.eu/forschung/projekt?pr_id=240

Zentrale Befunde aus den Studien:

  • Die Studienabbruchquote liegt bei 29 Prozent (Stand der Veröffentlichung: 2018).
  • 42 Prozent der Studienabbrecher*innen beginnen eine berufliche Ausbildung. Ihre Motivation, diese abzuschließen, ist sehr groß. Lediglich 3 Prozent brachen im Untersuchungszeitraum ab.
  • Studienabbrecher*innen, die eine Ausbildung begonnen oder abgeschlossen haben, sind zufriedener mit dem eigenen Werdegang und ihrer aktuellen Situation als diejenigen, die ohne Ausbildung erwerbstätig oder arbeitslos sind.
  • Zentrale Aspekte bei der Attraktivität von Berufsausbildung sind: starker Praxisbezug, günstige Ausbildungsbedingungen, intensive Betreuung, schnelles Erreichen eines Abschlusses, Nähe zum gewohnten Umfeld, hohe Chancen auf dem Arbeitsmarkt, Vereinbarkeit von Arbeit und Freizeit, hohes fachliches Niveau und geringe finanzielle Belastungen.
  • Der Übergang in die Berufsausbildung ist häufig mit Hürden versehen und von Orientierungslosigkeit gekennzeichnet. Je frühzeitiger die Studienabbrecher*innen Informationen erhalten und sich über ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten im Klaren sind, umso schneller und reibungsloser erfolgt die Aufnahme einer Berufsausbildung.
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote sind bei den Studienabbrecher*innen wenig bekannt, obwohl sie eine wichtige Funktion für einen gelingenden Übergang spielen können.
  • Nicht allen Ausbildungsbetrieben ist das Potenzial von Studienabbrecher*innen als Auszubildende bewusst.

Quelle: Heublein, Ulrich et al. (2018): Die Attraktivität der beruflichen Bildung bei Studienabbrecherinnen und Studienabbrechern. Reihe Berufsbildungsforschung Band 18 (https://www.dzhw.eu/pdf/21/Berufsbildungsforschung_Band_18.pdf


Mittlerweile gibt es für Studienzweifler*innen sowie Studienabbrecher*innen eine Reihe von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, nicht nur in der Region Leipzig. Diese werden von Hochschulen angeboten, von Studentenwerken, von den Agenturen für Arbeit, auch von anderen Institutionen wie bspw. den Kammern.

Für die Region Leipzig finden Sie eine Übersicht in unserem Beratungskompass [https://kowa-leipzig.de/plan-b/weitere-informationen-zu-beratungsangeboten] oder in Form unserer Broschüre „Kurswechsel!?“ [https://kowa-leipzig.de/images/KOWA_Broschure_Kurswechsel_Neuauflage_2018_WEB.pdf].

Für ganz Sachsen gibt es einen Überblick auf der Homepage des sachsenweiten Vernetzungsprojekts „Quickstart“ [www.studienabbruch-und-weiter.de].

Sind Sie auf der Suche nach Angeboten in anderen Regionen, hilft Ihnen das Studienabbrecher-Portal des BMBF www.studienabbruch-und-dann.de weiter. Unter dem Punkt „Unterstützung finden“ [https://www.studienabbruch-und-dann.de/de/persoenliche-beratung-vor-ort.php] finden Sie für das gesamte Bundesgebiet eine Auswahl an Beratungsangeboten.


Für Beraterinnen und Berater, die mit Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen zu tun haben, ist es nicht nur wichtig, die anderen Beratungs- und Unterstützungsangebote zu kennen, sondern im besten Fall auch die Personen, die dort arbeiten.

Solche Netzwerke sind meist regional organisiert. In Leipzig übernimmt diese Funktion beispielsweise der „Arbeitskreis zur Vernetzung beratender Stellen zum Thema Studienzweifel/ Studienabbruch“, der 2015 im Rahmen des Projekts „Plan B“ der KOWA gegründet wurde und sich zwei Mal im Jahr trifft (Ansprechpartnerin: Jana Wünsch, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Themen sind neben einem kollegialen Austausch auch die Weitergabe von Wissen und die Weiterentwicklung der Angebote. In diesem Zusammenhang entstand auch die Arbeitshilfe „Passgenaue Beratung und Verweisberatung für die Zielgruppe Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen an Leipziger Hochschulen“. [Download Arbeitshilfe]


Nicht immer ist es möglich, als einzelne Beratungsstelle zu allen auftretenden Fragen beraten zu können, zumal die Anliegen von Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen oft komplexer Natur sind und die Beratungsstellen verschiedene Schwerpunkte in ihrer Arbeit haben. Eine Verweisberatung ist daher häufig eine sinnvolle Maßnahme, da es eine passgenaue Beratung durch Expert*innen ermöglicht. Dabei bedeutet Verweisberatung nicht immer, dass der- oder diejenige nicht weiter von der ursprünglichen Anlaufstelle beraten wird. So kann die Beratung durch eine andere Stelle zu einem konkreten Thema ergänzend im Beratungsprozess genutzt werden.

Im „Arbeitskreis zur Vernetzung beratender Stellen zum Thema Studienzweifel/ Studienabbruch“ entstand die Arbeitshilfe „Passgenaue Beratung und Verweisberatung für die Zielgruppe Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen an Leipziger Hochschulen“. Die Arbeitshilfe dokumentiert die Praxis – sowohl Gelingendes als auch Herausforderungen – und zeigt Ansätze für eine Optimierung auf.

Da die Arbeitshilfe auch über den Arbeitskreis hinaus genutzt werden kann und – mit Anpassungen – auch in anderen Regionen einsetzbar ist, darf sie ausdrücklich weiterverwendet, kopiert und verändert werden. Über einen Hinweis auf die Quelle würden wir uns freuen.

Arbeitshilfe gesamt [Download pdf]

Arbeitshilfe Einzeldokumente:
Arbeitsmaterial Verweisberatung [Download Worddatei; Download odt-Datei]
Anlage a - Formular Verweisberatung [Download Worddatei; Download odt-Datei]
Anlage b - Zustimmung zur Datenübermittlung [Download Worddatei; Download odt-Datei]
Anlage c - Vorlage Schweigepflichtentbindung [Download Worddatei; Download odt-Datei]
Anlage d - Checkliste Erstgespräch Plan B [Download Worddatei; Download odt-Datei]
Anlage e - Fragen zur Problemeingrenzung Plan A [Download pdf]


Für die Unterstützung von Studienzweifler*innen und Studienabbrecher*innen wurden in den letzten Jahren viele Instrumente erprobt, die zum Teil online genutzt werden können. Das Projekt Plan B(eruf) empfiehlt Studienzweifler*innen Studienabbrecher*innen folgende Tools, allerdings möglichst immer in Kombination mit einer persönlichen Beratung, die die Orientierung unterstützt:


Weitere Informationen und Instrumente für Multiplikator*innen




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(Donnerstag, 23.05.2019)

Kurzbeschreibung: Häufig hängt das Gehalt nicht nur vom Abschluss und der Note ab. Welches Einstiegsgehalt ist eigentlich branchen- und regionsüblich? Welche Rolle spielen Tarifverträge – und worauf sollte ich noch bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers achten? In diesem Workshop besprechen wir alles, was beim Berufseinstieg wichtig ist: der aktuelle Arbeitsmarkt für Akademiker, Tipps für das Vorstellungsgespräch und die Gehaltsverhandlung, Informationen über Einstiegsgehälter, Tücken beim Arbeitsvertrag und mehr. Die Inhalte des Workshops im Überblick:

  • • Worauf sollte ich bei einem Vorstellungsgespräch Wert legen?
    • Welche Rechte und Pflichten habe ich als Arbeitnehmer/in?
    • Wie setzt sich ein Jahresgehalt zusammen?
    • Was muss ich beim Arbeitsvertrag beachten?

Referentin: Isabella Rogner, IG Metall Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Die Veranstaltung war eine Kooperation mit der IG Metall.

Logo IG Metall 230 2

Einsatzbereich & Inhalte
Wer sich schon in der Schule für Naturwissenschaften interessiert hat und sich als geduldig und sorgfältig beschreiben würde, für den*die kommt der Beruf des*der Biologielaborant*in in Frage. Seine*Ihre Versuchs- und Beobachtungsobjekte sind Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und Zellkulturen. Sie prüfen beispielsweise den Einfluss von Medikamenten auf Kreislauf, Gewebe und Körperflüssigkeiten mit Hilfe von Mikroskopen und Zentrifugen, sie züchten Zellen auf speziellen Nährböden oder sezieren und untersuchen Parasiten. Außerdem halten und beobachten sie – unter Einhaltung der Tierschutzbestimmungen – Versuchstiere. Bei den molekularbiologischen, biochemischen sowie gentechnischen Versuchsabläufen werden auch komplexe elektronische Messgeräte eingesetzt und die Untersuchungsdaten mit Hilfe von EDV-Systemen erfasst und ausgewertet.
Die Arbeit des*der Biologielaborant*in findet hauptsächlich im Labor statt, zum Teil auch in Büroräumen. Er*Sie ist im öffentlichen Gesundheitswesen, in Krankenhäusern, an Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie bei Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelherstellern beschäftigt. In Abhängigkeit von den betrieblichen Gegebenheiten erwirbt er*sie Spezialkenntnisse und -fertigkeiten und wenden diese in den Bereichen der Grundlagenforschung, der Arzneimittelforschung und -entwicklung an, aber auch in anderen Bereichen, wie z. B. der Diagnostik oder des Pflanzenschutzes.

Warum für Studienabbrecher*innen geeignet?
Aufgrund bereits vielfältig erworbener Kenntnisse in Bezug auf die Untersuchung von Blutbestandteilen, die Eigenschaften und Reaktionen von Stoffen sowie das Anwenden von Analyseverfahren sind Studienabbrecher*innen der Fächer Biologie, Chemie und Physik besonders für diese Ausbildung geeignet. Bereits erworbene Fähigkeiten in Bezug auf Auswertungen von Versuchen und statistische Berechnungen können ehemaligen Mathematik- und Statistikstudierenden zugutekommen. Aber auch Studienabbrecher*innen z. B. der Fächer Biomedizin, Pharmazie, Ökotrophologie/Ernährungswissenschaften, Umwelttechnik, Zoologie, Botanik, Biochemie, Molekularbiologie und Verpackungstechnik stellen aufgrund von Überschneidungen im Curriculum eine interessante Zielgruppe für den Beruf dar.

Voraussetzungen

Naturwissenschaftliches Verständnis: Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern sowie gute Noten darin

  • Forschergeist: Neugier, Geduld und Ausdauer
  • Manuelles Geschick: Sorgfalt, Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und gute Beobachtungsgabe
  • Technisches Verständnis: Warten der Laborgeräte und -einrichtungen
  • IT- und Englisch-Kenntnisse sind von Vorteil

Achtung: Man sollte nicht empfindlich oder allergisch gegenüber Lösungsmitteln oder anderen chemischen/ biologischen Stoffen sein.

Und: Ohne Teamwork geht es nicht!


Hard Facts

  • Duale Berufsausbildung
  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
  • Verkürzungsmöglichkeit: Die Verkürzung der Ausbildungszeit kann in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb durch einen direkten Einstieg ins zweite Ausbildungsjahr oder am Ende der Ausbildung durch einen Antrag auf vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung ermöglicht werden. Zuständig ist die jeweilige Kammer.
  • Ausbildungsentgelt: 978 – 1.027 Euro im ersten, 1.041 – 1.121 Euro im zweiten, 1.090 – 1.184 Euro im dritten und 1.134 – 1.267 Euro im vierten Ausbildungsjahr (beispielhafte Ausbildungsvergütung aus dem Berufenet der Agentur für Arbeit) Die Höhe ist abhängig vom Bundesland, vom Ausbildungsbereich und von der Branche, in der die Ausbildung stattfindet. Außerdem kommt es darauf an, ob ein Tarifvertrag gilt.
  • Berufsschule: Blockunterricht
  • Kammerzugehörigkeit: IHK

 

Digitalisierungsfaktor
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Perspektiven

Arbeitszeiten: Je nach Einsatzbereich kommen die Standardarbeitszeiten (ca. 8 – 17 Uhr) in Frage, aber auch Schichtdienste sind möglich. Zum Teil gibt es auch die Option auf familien- und freizeitfreundliche Flexibilität/ Gleitzeit.  

Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: Die Einstiegsgehälter variieren sehr breit je nach Bundesland, Branche und ob das Unternehmen tarifgebunden ist und können zwischen 2.000 und 3.100 Euro liegen. In einem tarifgebundenen Unternehmen in der Pharma- und Chemiebranche kann z. B. mit einer überdurchschnittlichen Bezahlung gerechnet werden (2.500-3.100 Euro), während der Öffentliche Dienst darunter liegt (2.000-2.500 Euro).

Arbeitsplatzsicherheit: Eine Arbeit in diesem Bereich gilt als zukunftssicher.

Entwicklungspotential: Neben der grundsätzlichen Möglichkeit, sich noch einmal für ein Studium, z. B. der Biologie, zu entscheiden, gibt es verschiedene Aufstiegsweiterbildungen, um beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. So gibt es bspw. den Industriemeister im Bereich Chemie oder Pharmazie, aber auch die Technikerweiterbildung in verschiedenen Richtungen wie Biotechnik, Chemietechnik und Umweltschutztechnik. Mit der Weiterbildung zum Technischen Fachwirt wird kaufmännisches Fachwissen erworben. 


Ein typischer Arbeitstag im 1. Ausbildungsjahr…

…7:30 Uhr 10 Minuten früher da, einstechen. Es finden sich alle im Seminarraum ein, wo die Ausbilderin erzählt, was heute auf dem Programm steht. Im Laufe des Tages können jedoch noch Aufgaben hinzukommen. Sind vor Arbeitsbeginn theoretische Grundlagen erforderlich, nehmen wir diese noch einmal durch. Anschließend werden die Versuchsprotokolle ausgeteilt.

…8:30 Uhr Im Vorfeld der Versuche rechnen wir anhand der Protokolle durch, welche Chemikalien wir dazu brauchen. Wir arbeiten alleine oder in Zweier-Teams. Je nachdem wie die Versuche durchzuführen sind, organisieren wir die dazu benötigten Chemikalien und Geräte und arbeiten das Protokoll ab.

…09:30 Uhr Frühstückspause gemeinsam mit den anderen im Seminarraum  

…10:00 Uhr Das Protokoll wird weiter abgearbeitet. Bei Fragen ist die Ausbilderin im Labor oder in ihrem Büro jederzeit ansprechbar.

…12:00 Uhr Mittagspause in der Kantine

…12:30 Uhr Der Versuch wird beendet und die Chemikalien und Geräte werden aufgeräumt oder gereinigt. Anschließend werden die Messwerte in das Laborbuch notiert. Danach geht es wieder zurück in den Seminarraum.

…14:30 Uhr Das Protokoll für den Versuch wird angefertigt und bei der Ausbilderin abgegeben. Diese schaut bereits während der Anfertigung immer mal wieder darauf und gibt Tipps.

…16:30 Uhr Feierabend!

Azubi
Foto: Rainer Preisler

Mögliche weitere Ausbildungsberufe im Labor-Bereich

Interessierte am Labor-Beruf haben neben der Ausbildung zur*zum Biologielaborant*innen die Wahl zwischen Chemielaborant*in, Lacklaborant*in, Milchwirtschaftlicher Laborant*in, Physiklaborant*in und Textillaborant*in.

Quellen und weitere Informationen

  • www.leipzig.ihk.de/unternehmen/geschaeftsfelder/ausbildung-und-weiterbildung/erstausbildung-umschulung/berufe-von-a-bis-z/biologielaborant-in
  • ta.planet-beruf.de/tagesablauf-biologielaborant-in#101429
  • www.youtube.com/watch?v=CnWFhDo_BXQ („Biologielaborant – Ausbildung – Beruf“ auf dem Kanal des Bayrischen Rundfunks)
  • berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/bkb/6322.pdf
  • www.azubiyo.de/berufe/biologielaborant/gehalt
  • www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Berufsbilder/biologielaborant.html

Logoleiste FR plus A4 RGB

(02.12.2013)

Folie 2

Die Frage, warum es weniger Frauen in Führungspositionen gibt, ist nicht nur eine Geschlechter- sondern auch eine Organisationsfrage. Meist werden in diesem Zusammenhang die strukturellen Gegebenheiten, die Frauen auf dem Weg in Führungspositionen behindern, diskutiert. Doch wie und durch wen können hinderliche Strukturen verändert werden? Wir haben in unserer Veranstaltung den Einfluss von Führungskräften und EntscheidungsträgerInnen auf die gegebenen Strukturen in den Fokus der Diskussion rücken und folgende Aspekte des Themas aufgreifen:

Aufstiegsförderliches Verhalten von Führungskräften – gibt es geschlechtsspezifische Besonderheiten?
Referentin: Dipl.-Psych. Sabine Korek vom Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie der Universität Leipzig

Möglichkeiten und Grenzen der Personal- und Führungskräfteentwicklung an Hochschulen - Was kann eine Kanzlerin strukturell bewirken?
Referentin: Prof. Dr. Swantje Heischkel | Kanzlerin der HTWK Leipzig

Eindrücke:

aufstiegskompetenz    yes she can

gespraechsrunde    publikum
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